Fürstenecker Harmonika und Akkordeon-Wochenende. Akkordeonale-Workshops auf BURG FÜRSTENECK: Akkordeonale-Ensembleworkshop, Kurse für Mundharmonika, diatonisches Akkordeon, chromatisches Akkordeon, Tarantelle und Pizzica, Tanz und Musik.

 

Fürstenecker
Akkordeonale-Workshops

Akkordeon- & Harmonika-Wochenende

2. - 4. Dezember 2011

In Kooperation mit Servais Haanen

Mit seinem Akkordeonale Festival präsentiert der Niederländer Servais Haanen 2011 zum dritten Mal in einer Konzertreihe die wunderbare Welt des Akkordeons.

Eigentlich kann man aber gar nicht von "dem" Akkordeon sprechen: Da das Instrument immer wieder umgebaut, verändert, verfeinert und an die lokalen Bedürfnisse angepasst wurde, entstanden verschiedene Instrumententypen, die sich durch unterschiedliche Systeme, Größen, Form, Tonumfang und Spieltechnik unterscheiden. Mehr oder weniger liebevoll tituliert als Quetschkommode, Schifferklavier, Schweineorgel, Zerrwanst, Ziach oder Blasebalg der Hölle besitzen sie mindestens ebenso viel Charme wie Namen.

Wie kaum ein zweites Instrument hat sich das vergleichsweise junge Akkordeon (erfunden 1829) in kurzer Zeit über Landes- und Kontinentalgrenzen hinweg verbreitet. Durch massenweisen Export in die Kolonien und eingeschleppt im Handgepäck von Emigranten hat es sich einen festen Platz in der Musik der ganzen Welt erobert.

Welch vielseitige, facettenreiche und auch exotische Musik in diesen eigenwilligen Wunderkisten steckt, kann man auf den Akkordeonale Konzerten erleben, hören und genießen!

Die Tourdaten der Akkordeonale finden sich unter
www.akkordeonale.de

Wer aber Akkordeonmusik nicht nur hören sondern selbst spielen möchte, ist bei den Akkordeonale Workshops auf BURG FÜRSTENECK willkommen. Und für die, die lieber zur Musik tanzen, bieten wir einen Tarantella-Tanzworkshop an.

 

Und das sind unsere Werkstätten:

   
Akkordeonale-Ensembleworkshop
für alle Akkordeon- und Harmonikainstrumente
Servais Haanen

Servais Haanen möchte mit seinem Workshop allen Akkordeon-Spieler/innen einen Blick hinter die Bühne der „Akkordeonale“ gewähren. Die von ihm komponierten und arrangierten Ensemblestücke des Festivals werden in kleiner und großer Besetzung bearbeitet, geprobt und aufgeführt. Servais möchte zeigen, wie man mit wenig Aufwand zu einem super Ergebnis kommen kann und richtet sich mit seinem Workshop an alle Niveaus – vom Anfänger bis zum Profi, ob man nun als Einzelkämpfer oder im Akkordeon-Orchester unterwegs ist. Und die ganze Familie ist willkommen – von der Konzertina über Ziehharmonika, Bandoneon bis chromatisches Knopf- oder Pianoakkordeon.

Im Mittelpunkt steht die besondere Erfahrung, während eines Wochenend-Workshops mit knapp zwei Probentagen und einem abschließenden Workshop-Konzert etwas ganz Neues gemeinsam auf die Bühne zu bringen!

Servais Haanen, Neustadt, Akkordeonist, musikalischer Querdenker und Meister feiner Klänge. Initiator und Leiter der Konzertreihe "Akkordeonale". Seit 1988 leitet er international Ensembleworkshops für alle Altersstufen, Stile, Niveaus und Instrumente.

   
Kleine Themen auf dem großen Akkordeon
Für chromatische Akkordeonist/innen
Cathrin Pfeifer

Wie kann man kleine musikalische Themen ganz groß herausbringen? Indem man sie interessant und abwechslungsreich interpretiert und dynamisch ausgestaltet. Wir arbeiten mit Variationen in Ausdruck, Rhythmus, Mehrstimmigkeit. Dazu werden Begleitformen aus verschiedenen Stilen der Weltmusik wie Walzer, Tango, Cha Cha, Klezmer verwendet und neue erfunden. Im Wechselspiel zwischen Begleitung, Melodie, 2. Stimme und Improvisation entsteht der dynamische Aufbau eines Stückes.

Einige Noten bzw. Harmonieschemata werden vorher verschickt, um dann im Workshop freier damit umgehen zu können. Improvisationen sind möglich und erwünscht. Grundfähigkeiten auf dem Instrument müssen vorhanden sein.

Cathrin Pfeifer, Berlin, spielte seit ihrem klassischen Akkordeonstudium in den unterschiedlichsten musikalischen Genres von Weltmusik über Rock, Tanz-, Theater- und Filmmusiken bis zu Experimenteller Musik. Sie machte Erfahrungen mit Klezmer, Musette, griechischer, nubischer, italienischer, brasilianischer, argentinischer Musik. Derzeit spielt sie mit ihrer eigenen Band und in ihrem Solo-Programm hauptsächlich ihre eigenen Kompositionen.

   
Tarantella für diatonisches Akkordeon
Die Pizzica aus Salento, Süditalien
Donatello Pisanello

Ziel des Workshops ist die Vermittlung der melodischen, harmonischen und rhythmischen Grundlagen der Pizzica, der typischen Tarantella von der Halbinsel Salento in Apulien im äußersten Südosten Italiens. Darüber hinaus untersuchen wir die prägenden Aspekte der traditionellen Musik durch das Studium der wichtigsten Melodien aus einem breiten Repertoire.

Die Lehrmethode stützt sich auf die "mündliche Überlieferung" mit besonderer Aufmerksamkeit auf der Wahrnehmung des Klangs und dem Zuhören als Formen des Lernens. Eine partielle Zusammenarbeit mit dem Tarantella-Tanzkurs könnte sich ergeben. Benötigt wird ein diatonisches Akkordeon mit 8 Bässen in G/C.

Donatello Pisanello, Taviano (Italien), Multiinstrumentalist und Filmkomponist. Mit seiner Band „Officina Zoè“ trug er wesentlich bei zur Erneuerung der Pizzica, der Tarantella des Salento im äußersten Südosten Italiens. Als Akkordeonspieler hat er einen sehr persönlichen Stil basierend auf der Tradition aber vermischt mit Elementen zeitgenössischer Musik.

   
Tarantella - Tanzworkshop
Pizzica, Tarantella und Tammuriata
Margherita D'Amelio
Mit den traditionellen Tänzen aus Süditalien tauchen Sie in Stimmung, Ambiente und Lebensfreude dieser Kultur ein. Die Faszination und Schönheit dieser Tänze entstehen durch die Kraft des Ausdrucks und durch das Miteinander der Tanzenden. Es geht um das gegenseitige Kräftemessen, um Erotik und Leidenschaft sowie um das spielerische Miteinander der Tänzer.

In diesem Workshop erlernen Sie drei verschiedene Tänze Süditaliens: die Pizzica und die Tarantella del Gargano aus Apulien sowie die Tammuriata aus Kampanien.

  • Bei der Pizzica unterscheidet man die Pizzica Tarantata und die Pizzica de core. Die Pizzica Tarantata ist ein therapeutischer Tanz mit mythischen Wurzeln. Beißt einen eine Tarantel, überlebt man der Legende nach den Biss nur durch den tagelangen wilden Tanz der Tarantata. Die Pizzica de core wird zu zweit getanzt. Dieser rhythmisch schnelle Tanz drückt Freude, Liebe und Leidenschaft aus.
  • Die Tarantella del Gargano, benannt nach einer Halbinsel im Norden Apuliens, ist ein Paartanz mit italienischen Kastagnetten.
  • Die Tammurriata aus der Region um den Vesuv ist ebenfalls ein Paartanz mit Kastagnetten und bedeutet „Tanz zur Trommel“.

Die Tänzer und Tänzerinnen werden in Italien vor allem vom traditionellen Gesang und vom Tamburello, einer italienischen Rahmentrommel, begleitet. Wer möchte, kann beides, Singen und Trommeln, im Kurs erlernen. Auch die Spielweise der süditalienischen (also nicht der spanischen!) Kastagnetten wird vermittelt. Dann wird eine echte "ronda", bei der wir uns selbst live begleiten, zum Höhepunkt des Workshops... Auch Begegnungen mit den Akkordeonist/innen sind nicht ausgeschlossen ;-)

Informationen über Ursprung und Geschichte der Musik- und Tanztradition und ihre Veränderung unter urbanen Einflüssen ergänzen das Programm.

Frauen bringen bitte einen langen, weit schwingenden Rock und weiche Tücher oder lange Schals, Männer bequeme Hosen mit. Süditalienische (!) Kastagnetten werden benötigt. Diese werden im Workshop zur Verfügung gestellt. Bitte Tanzschuhe mitbringen (flache, weiche Schuhe wie Gymnastikschuhe; keine Straßenschuhe). Natürlich können Sie auch wie echte Italiener/innen barfüßig tanzen.

Margherita D'Amelio, Berlin, in Apulien geboren, der süditalienischen Heimat der "Tarantella", lebt seit Jahren in Deutschland. Gründerin der Tanzgruppe TarantaScalza. Neben ihren Auftritten bietet sie bundesweit Tarantella-Kurse und -Workshops an. Dozentin für das Fach Tanz an der Leo Kestenberg Musikschule in Berlin.

   
Diatonisches "XXL"-Akkordeon
Spezialkurs für Instrumente mit 12 Bässen und Halbtönen
Jan Budweis

Dies ist ein Kurs für die "Großen" unter den "kleinen" Handharmonikas: Voraussetzung ist ein diatonisches (wechseltöniges) Akkordeon in G/C ohne Gleichtöner mit mindestens 5 Knöpfen in einer 3. (Halbton-)Reihe auf der Melodieseite und 12 Köpfen auf der Bass-Seite.

Gegenüber dem 2-Reiher erweitert sich das Repertoire dieser Instrumente durch die zusätzlichen Töne und Akkorde, so dass neben den gewohnten weitere Tonarten entdeckt werden können. Wie diese neuen Möglichkeiten kreativ und spielerisch in das eigene Spiel integrieret werden können, ist Thema dieses Kurses.

Anhand von Stücken aus Folk- und Weltmusik wollen wir die Chromatik auf unserem Instrument erforschen, uns mit dem Erarbeiten von 2. Stimmen und verschiedenen Begleitmustern beschäftigen und einfache Arrangements für Solisten und/oder Gruppe erspielen.

Jan Budweis, Berlin, Musiker und Instrumentenbauer, Studium in Rotterdam, spielt z.Z. Bandoneon bei "Sabor a Tango" und diatonisches Akkordeon bei "Budweis-Wunderlich-Jach".

   
Mundharmonika for everybody
Für Einsteiger/innen und Interessierte mit Vorkenntnissen
Dale King

Die Mundharmonika ist ein relativ preiswertes Instrument, in der Hosentasche zu transportieren und leicht zu erlernen. Wer vielleicht nie die Möglichkeit hatte, ein Instrument zu erlernen, wer keine Notenkenntnisse mitbringt, wer Blues, Country, Rock'n Roll oder Volkslieder nicht nur von der Platte oder Kassette abspielen lassen, sondern sie selbst auf der Mundharmonika interpretieren will und wer die verschiedenen Techniken erlernen möchte - der ist in diesem Kurs richtig! Das Repertoire im Kurs wird vor allem aus deutschen und amerikanische Volksliedern und Blues bestehen.

Kursteilnehmer können bei Bedarf eine geeignete Mundharmonika (in C-Dur) sowie das schriftlichen Begleitmaterial und eine CD für insgesamt 35,- € vom Kursleiter erwerben.

Dale King, Siegen, Mundharmonikaspieler und -lehrer, Gitarrist, Sänger und Songwriter. Auftritte mit zahlreichen Bands und als Solist. Er wurde in Los Angeles geboren und lebt seit 1976 in Deutschland.

 

Das

Fürstenecker Harmonika und Akkordeon-Wochenende

beginnt am Freitag, den 2. Dezember 2011, mit dem Abendessen um 18:30 Uhr
und enden am Sonntag, den 4. Dezember 2011, gegen 13 Uhr nach dem Mittagessen.

Die Kurse gehen jeweils über den gesamten Zeitraum. Mit der Anmeldung müsst Ihr Euch daher bitte für einen Workshop entscheiden. Die Angabe eines alternativen Workshops - wenn denn einer für Euch in Frage kommt - ermöglicht es, Euch auch dann einen Platz zu reservieren, wenn Eure erste Wahl belegt ist oder aus irgendeinem Grund ausfallen muss.

KURSGEBÜHR 225 - 275 € (nach Selbsteinschätzung inkl. € Ü/VP), Jugendliche 140 €
Diese Gebühr beinhaltet die Kosten für den Kurs, für die Unterkunft und die gute, auf Wunsch auch vegetarische Verpflegung.

Diese Informationen gibt es auch als Flyer zum Ausdrucken in einer Französische Volkstänze, folk aus Frankreich drucken PDF-Datei.
Ihr könnt uns unterstützen, indem Ihr sie weiter verteilt.

Außerdem gibt es eine Übersicht über alle Kurse im Bereich Folk, Musik und Tanz drucken Musik und Tanz.
Zum Aufhängen, damit man keinen Kurs verpasst ;-)

WICHTIGE HINWEISE -bitte lesen!

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Bitte beachtet die Tanzleiterausbildung, die wir in Kooperation mit der Landesarbeitsgemeinschaft Tanz Hessen anbieten. Mehr Infos gibt es hier.

 

 

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