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Fortbildung zur Musik im Mittelalter - Frühe Musik der Hohen Stände



NEUSTART "Frühe Musik der Hohen Stände" 

Die neue Fortbildungsgruppe soll im 2. Halbjahr 2014 mit zwei Terminen beginnen. 

Erste Einheit:
Leitung: Marc Lewon, Dr. Uri Smilansky
Einstieg in die Fortbildung 2014: 12. - 14.09.2014

Zweite Einheit:
Leitung: Marc Lewon, Baptiste Romain
10. - 12.12.2014
Weitere Einheiten ab 2015. Terminierung in enger Absprache mit der Teilnehmendengruppe.

Jetzt informieren! bister(at)burg-fuersteneck.de / +49-(0)6672 9202-19

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Fortbildung zur Musik des Mittelalters
Frühe Musik der Hohen Stände


Leitung: Marc Lewon / Dr. Uri Smilansky / Baptiste Romain

 

Ausbildung für mittelalterliche Musik, Weiterbildung für Musiker auf Burg Fürsteneck - Mittelalter-Musik


Die Fortbildung im Überblick:
Dauer: 12 Präsenzeinheiten, je 2,5 Tage innerhalb von ca. zwei Jahren
Aufbau: Jede Präsenzeinheit bietet musikpraktische und musiktheoretische Inhalte
Ziel: Musikalische und musiktheoretische Professionalisierung im Kontext der Musik des Mittelalters 
Zielgruppe: Praktizierende Musiker/innen sowie Musikstudierende, nach Absprache auch Semi-Profis und Laien mit ausreichender Expertise
Inhalte: Vom 11. Jh. bis zum 15. Jh. werden verschiedene länderspezifische Inhalte und Stilepochen praktisch und theoretisch erarbeitet
Abschluss: Zertifikat und Abschlusskonzert.

Kosten:
bei 16 Teilnehmenden betragen die Kosten pro Einheit 270 €
bei 14 Teilnehmenden betragen die Kosten pro Einheit 280 €
bei 12 Teilnehmenden betragen die Kosten pro Einheit 290 €.

In den Kosten enthalten sind neben der Kursgebühr die Übernachtung im Doppelzimmer  (Einzelzimmer mit Aufpreis möglich) und die Verpflegung (Frühstück, Mittag, Kaffee&Kuchen, Abendessen).

Die Ausgangslage
Die berufs- und studienbegleitende „Fortbildung zur Musik des Mittelalters“ auf BURG FÜRSTENECK schließt eine Informations- und Ausbildungslücke insbesondere für praktizierende Musiker/innen sowie Musikstudierende, die hier eine breit aufgestellte und fundierte praktische und theoretische Einarbeitung in die Besonderheiten und Schönheiten Früher Musik erfahren.
Die inhaltliche Leitung der Fortbildung übernehmen mit Marc Lewon, Dr. Uri Smilansky und Baptiste Romain drei international anerkannte Fachleute sowohl in der musikhistorischen Forschung wie in der zeitgemäßen Interpretation Früher Musik.

Fortbildungsinhalte
Um eine beispielhafte Einführung in die Vielzahl der unterschiedlichen Stile und in die übergroße Menge der überlieferten Musik zu ermöglichen, sind die einzelnen Kursblöcke schwerpunktmäßig stets einer Stilepoche innerhalb des Mittelalters gewidmet. So wird jeweils ein klar abgegrenztes Repertoire intensiv behandelt und es bleibt gewährleistet, dass die wichtigsten Stile und Quellen im Verlauf der Fortbildung gleichwertige Aufmerksamkeit erfahren.

Die 12 Einheiten
1. Einheit: "...wie es war im Anfang" (vom Ende der Antike bis zum 11. Jh.)
• Einführung in das Kursprogramm, Überblick zur Musik des Mittelalters
• Antike Musik/Gregorianischer Choral/Neumen
• Epenvortrag, Lateinisches Lied

2. Einheit: Ars Trobar (weltliche Einstimmigkeit im 12./13. Jh.)
• Trobadors, Trouvères, Minnesänger

3. Einheit: Aquitanische Polyphonie (9.-12. Jh., Frankreich)

4. Einheit: Notre Dame-Epoche (frühes 13. Jh., Frankreich)

5. Einheit: Ars Antiqua (spätes 13. Jh., Frankreich)

6. Einheit: Der Roman de FAUVEL (frühes 14. Jh., Frankreich)

7. Einheit: Trecento (14. Jh., Italien)

8. Einheit: Ars Nova (14. Jh., Frankreich)

9. Einheit: Ars Subtilior (um 1400, Italien und Frankreich)

10. Einheit: Burgundische Chanson (15. Jh.)

11. Einheit: Diminuition, Improvisation, Intavolierung (Instrumentalmusik, 15.Jh.)

12. Einheit: Sangspruchdichter, Meistersänger (15. Jh. deutschsprachig)

Die Dozenten behalten sich vor, den Lehrplan entsprechend dem Kursverlauf sinnvoll zu ändern oder anzupassen.

Partielle Teilnahme: Musikwissenschaftlicher Zweig
Personen mit vorrangig musikwissenschaftlichem Interesse erhalten auf Anfrage die Möglichkeit einer partiellen „passiven“ Teilnahme speziell an den musikgeschichtlich-theoretischen Unterrichtseinheiten, die jeweils am mittleren Tag der Präsenzblöcke liegen.

Gliederung der Kursblöcke
Die einzelnen Unterrichtstage haben jeweils unterschiedliche Schwerpunkte, auch wenn die thematischen Übergänge naturgemäß fließend und sinnvolle Abweichungen jederzeit möglich sind.

Musikpraxis

A) Ensembleunterricht

  • Ensemblespiel - Umsetzung von Kompositionen in kleinen Besetzungen
  • Repertoire - schneller Überblick über vorhandene Kompositionen einer Stilepoche
  • Notation und Blattlesen (von historischer Notation) - Umgang mit Faksimiles der originalen Handschriften
  • Improvisation - Methoden stilgerechten Improvisierens (ein- und mehrstimmig)
  • Praktische Gehörbildung - in enger Verbindung mit der Improvisation, wobei der Fokus jedoch von stilistischen hin zu intervallischen Phänomenen verschoben wird.

B) Einzelunterricht vor der mit-lernenden Gruppe

  • Interpretation - stilistische Fragestellungen
  • Technik - Instrumentalspiel und Gesang, z.B. Erörterung von Fragen beim Umlernen von einem modernen auf ein historisches Instrument. (spezielle instrumentenspezifische Fragestellungen müssen ggf. extern bearbeitet werden.)
  • Solo-Repertoire - individuelle Erarbeitung von Stücken unterschiedlicher Epochen
  • Präsentation - Einzelarbeiten und Ergebnisse der häuslichen Arbeitsphasen

Musikgeschichte und Musiktheorie
Die Musik des Mittelalters ist von den Hörgewohnheiten eines modern geschulten Ohres recht weit entfernt. Daher ist es auch für praktizierende Musiker unumgänglich, durch theoretische Beschäftigung mit den Quellen, Satztechniken und dem kulturellen Umfeld der Musik einen Zugang zu dieser alten und zugleich neuen Klanglichkeit zu finden.
An diesem "Theorietag" können primär musikwissenschaftlich interessierte Teilnehmende zur Kerngruppe der Fortbildung hinzukommen.

Überwiegend praxisbezogene Referate und Diskussionsvorträge

  • Musikgeschichte - zeitgeschichtliches Umfeld und kultureller Kontext
  • Aufführungspraxis und Instrumentenkunde - ein Blick auf historische Quellen und Abbildungen
  • Theoretische Gehörbildung - Schärfung des Ohres für spezifisch mittelalterliche Klangphänomene als Hilfe bei der praktischen Aufführung und beim Musikgenuss
  • Notationskunde - die tatsächliche Überlieferung des jeweils behandelten Repertoires in den Handschriften und das Lesen der originalen Notation
  • Satzlehre - Verständnis von Kontrapunkt und Melodiebildung der jeweiligen Stilepoche, Analyse der Kompositionen im Dienste der Aufführung (bei hinreichender Qualifikation und Einarbeitung können Teilnehmende dabei auch lernen, fehlende Stimmen stilsicher zu ergänzen oder eigene Fassungen zu komponieren.
  • ggf. Dozentenvorspiel - thematische Klangbeispiele Früher Musik

Fortbildungsbegleitende Aspekte
Eine Web-Plattform stellt für alle Blöcke zusätzliche Informationen und Materialien (zur Vor- und Nachbereitung) zum Download bereit. Dort gibt es auch die Möglichkeit, Literatur zu sichten und das bestehende Netzwerk ehemaliger und aktueller Teilnehmer/innen (geschützt) einzusehen.

Leitung
Die inhaltliche Leitung der Fortbildung liegt bei Marc Lewon (Basel, Oxford, Wien), Dr. Uri Smilansky (Salisbury) und Baptsite Romain (Basel). Je nach Bedarf und Möglichkeit werden andere Fachleute hinzugezogen. Für ausgewählte Einheiten gab es bislang eine Zusammenarbeit mit Nicoletta Gos-sen/Musikgeschichte, Karin Paulsmeier/Notationskunde, Markus Jans/Satzlehre und Benjamin Bagby/Praxis.

Abschluss
Über die erfolgreiche Teilnahme an der Fortbildung zur Musik des Mittelalters stellt BURG FÜRSTENECK ein Teilnahme-Zertifikat aus.

Anmeldung, Teilnahme, mehr Informationen
Die neue Fortbildungsreihe soll 2014 beginnen. Eine Gruppengröße von 16 bis mind. 12 Teilnehmenden ist jedoch notwendige Voraussetzung. Die Kosten liegen je nach Gruppengröße zwischen 270 Euro (bei  16 Teilnehmenden) bis 290 Euro (bei 12 Teilnehemden).

Bei Interesse und für Rückfragen melden Sie sich gerne unter +49-(0)6672 92020.

Musik-Beispiele
Fünf Beispiele aus unterschiedlichen Epochen und Stilrichtungen des Mittelalters finden Sie [hier]. Diese Beispiele sollen einen Eindruck von der Thematik der "Fortbildung zur Musik des Mittelalters auf BURG FÜRSTENECK" vermitteln.

Die Fortbildungsblöcke dieser Fortbildungsreihe finden sowohl unter der Woche von Montag bis Mittwoch, bzw. von Mittwoch bis Freitag, als auch am Wochenede statt. Eine enge Absprache mit den Teilnehmenden für 2015 soll erfolgen.


Seminar-Reihe zur überlieferten Frühen Musik des Abendlandes, berufsbegleitende Fortbildung auf Burg Fürsteneck - Alte Musik - Musik im Mittelalter 

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http://www.burg-fuersteneck.de/kultur/kurs_4502.htm

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21. November 2014  18.30 Uhr bis  23. November 2014  13.00 Uhr
http://www.burg-fuersteneck.de/kultur/kurs_4525.htm

 


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