Akademie BURG FÜRSTENECK - Bildungsstätte, Seminarhaus und Tagungshaus, berufliche und musisch-kulturelle Weiterbildung, Fortbildung, Bildungsurlaub, bildnerisches Gestalten, Musik und Tanz
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Fortbildung zur Musik im Mittelalter - Frühe Musik der Hohen Stände



Bitte beachten Sie auch die >> [Resonanzen der Musik des Mittelalters]
und die >>[Etappen für Alte Musik und Historischen Tanz]


NEU

Bevor ein neuer Fortbildungsdurchgang 2014 angegangen werden soll, wollen wir einen Vorgeschmack auf das geben, was Interessenten ab 2014 erwarten könnte.


Sommerkurs zur Musik des Mittelelaters: "Cantor & Musicus" 
31.07. - 02.08.2013


Eine Anmeldung zur Fortbildung ist auch ohne den Besuch des Sommerkurses möglich.


Die neue Fortbildungsgruppe soll 2014 beginnen.

Jetzt informieren und - zunächst unverbindliche - in die Interessent/innen-Liste eintragen lassen!

bildung@burg-fuersteneck.de / +49-(0)6672 9202-0

Fortbildung zur Musik des Mittelalters
Frühe Musik der Hohen Stände

Leitung

Marc Lewon I Dr. Uri Smilansky I Romain Baptiste

 

Ausbildung für mittelalterliche Musik, Weiterbildung für Musiker auf Burg Fürsteneck - Mittelalter-Musik


Im Überblick

• Vorgeschmack 2013: Sommerkurs zur Musik des Mittelalters: "Cantor & Musicus" vom 31. Juli bis 02. August 2013
• Start: 2014
• Dauer: 12 Präsenzeinheiten, je drei Tage innerhalb von ca. zwei Jahren
• Aufbau: Jede Präsenzeinheit beinhaltet zwei musikpraktische und einen musiktheoreti-schen Tag
• Leitung: Marc Lewon (Basel, Oxford, Wien), Musiker und Musikwissenschaftler und Dr. Uri Smilansky (Salisbury),    Musiker / Musikwissenschaftler, Baptsite Romain (Basel), Musiker.
• Ziel: Musikalische und musiktheoretische Professionalisierung im Kontext der Musik des Mittelalters
• Zielgruppe: Praktizierende Musikerinnen und Musiker sowie Musikstudierende, nach ge-nauer Absprache auch Semi-Profis und Laien mit ausreichender Expertise
• Inhalte: Vom 11. Jh. bis zum 15. Jh. werden verschiedene länderspezifische und Stilepo-chen praktisch und theoretisch erarbeitet
• Abschluss: Zertifikat und Abschlusskonzert. 

Die Ausgangslage

Die berufs- und studienbegleitende "Fortbildung zur Musik des Mittelalters" auf BURG FÜRSTEN-ECK schließt seit drei Jahren erfolgreich eine Informations- und Ausbildungslücke insbesondere für praktizierende Musiker/innen sowie Musikstudierende, die hier eine fundierte praktische und theoretische Einarbeitung in die Besonderheiten und Schönheiten Früher Musik erfahren.
Die inhaltliche Leitung der Fortbildung übernehmen mit Marc Lewon, Dr. Uri Smilansky und Baptiste Romain drei international anerkannte Fachleute sowohl in der musikhistorischen Forschung wie in der zeitge-mäßen Interpretation Früher Musik.
Fortbildungsinhalte

Um eine beispielhafte Einführung in die Vielzahl der unterschiedlichen Stile und in die übergroße Menge der überlieferten Musik zu ermöglichen, sind die einzelnen Kursblöcke schwerpunktmäßig stets einer Stilepoche innerhalb des Mittelalters gewidmet. So wird jeweils ein klar abgegrenztes Repertoire intensiv behandelt und es bleibt gewährleistet, dass die wichtigsten Stile und Quellen im Verlauf der Fortbildung gleichwertige Aufmerksamkeit erfahren. Zur Vertiefung des erlernten Re-pertoires arbeitet die Fortbildung mit dem System der „Überlagerung“. Am ersten Tag jeder neuen Einheit wird bereits Behandeltes nachbereitet. Der Einstieg in die neue Einheit erfolgt mit dem Theorietag.

Unsere Einheiten

1. Einheit: "...wie es war im Anfang" (vom Ende der Antike bis zum 11. Jh.)
• Einführung in das Kursprogramm, Überblick zur Musik des Mittelalters
• Antike Musik/Gregorianischer Choral/Neumen
• Epenvortrag, Lateinisches Lied

2. Einheit: Ars Trobar (weltliche Einstimmigkeit im 12./13. Jh.)
• Trobadors, Trouvères, Minnesänger

3. Einheit: Aquitanische Polyphonie (9.-12. Jh., Frankreich)

4. Einheit: Notre Dame-Epoche (frühes 13. Jh., Frankreich)

5. Einheit: Ars Antiqua (spätes 13. Jh., Frankreich)

6. Einheit: Der Roman de FAUVEL (frühes 14. Jh., Frankreich)

7. Einheit: Trecento (14. Jh., Italien)

8. Einheit: Ars Nova (14. Jh., Frankreich)

9. Einheit: Ars Subtilior (um 1400, Italien und Frankreich)

10. Einheit: Burgundische Chanson (15. Jh.)

11. Einheit: Diminuition, Improvisation, Intavolierung (Instrumentalmusik, 15.Jh.)

12. Einheit: Sangspruchdichter, Meistersänger (15. Jh. deutschsprachig)

Die Dozenten behalten sich vor, den Lehrplan entsprechend dem Kursverlauf sinnvoll zu ändern oder anzupassen.

Partielle Teilnahme: Musikwissenschaftlicher Zweig

Personen mit vorrangig musikwissenschaftlichem Interesse erhalten auf Anfrage die Möglichkeit einer partiellen "passiven" Teilnahme speziell an den musikgeschichtlich-theoretischen Unter-richtseinheiten, die jeweils am mittleren Tag der dreitägigen Präsenzblöcke liegen.

Gliederung der dreitägigen Kursblöcke

Die einzelnen Unterrichtstage haben jeweils unterschiedliche Schwerpunkte, auch wenn die thematischen Übergänge naturgemäß fließend und sinnvolle Abweichungen jederzeit möglich sind.

Erster und dritter Tag - Musikpraxis

A) Ensembleunterricht

  • Ensemblespiel - Umsetzung von Kompositionen in kleinen Besetzungen
  • Repertoire - schneller Überblick über vorhandene Kompositionen einer Stilepoche
  • Notation und Blattlesen (von historischer Notation) - Umgang mit Faksimiles der originalen Handschriften
  • Improvisation - Methoden stilgerechten Improvisierens (ein- und mehrstimmig)
  • Praktische Gehörbildung - in enger Verbindung mit der Improvisation, wobei der Fokus jedoch von stilistischen hin zu intervallischen Phänomenen verschoben wird.

B) Einzelunterricht vor der mit-lernenden Gruppe

  • Interpretation - stilistische Fragestellungen
  • Technik - Instrumentalspiel und Gesang, z.B. Erörterung von Fragen beim Umlernen von einem modernen auf ein historisches Instrument. (spezielle instrumentenspezifische Fragestellungen müssen ggf. extern bearbeitet werden.)
  • Solo-Repertoire - individuelle Erarbeitung von Stücken unterschiedlicher Epochen
  • Präsentation - Einzelarbeiten und Ergebnisse der häuslichen Arbeitsphasen

Zweiter Tag - Musikgeschichte und Musiktheorie

Die Musik des Mittelalters ist von den Hörgewohnheiten eines modern geschulten Ohres recht weit entfernt. Daher ist es auch für praktizierende Musiker unumgänglich, durch theoretische Beschäftigung mit den Quellen, Satztechniken und dem kulturellen Umfeld der Musik einen Zugang zu dieser alten und zugleich neuen Klanglichkeit zu finden.
An diesem "Theorie-Tag" können primär musikwissenschaftlich interessierte Teilnehmende zur Kerngruppe der Fortbildung hinzukommen.

Überwiegend praxisbezogene Referate und Diskussionsvorträge

  • Musikgeschichte - zeitgeschichtliches Umfeld und kultureller Kontext
  • Aufführungspraxis und Instrumentenkunde - ein Blick auf historische Quellen und Abbildungen
  • Theoretische Gehörbildung - Schärfung des Ohres für spezifisch mittelalterliche Klangphänomene als Hilfe bei der praktischen Aufführung und beim Musikgenuss
  • Notationskunde - die tatsächliche Überlieferung des jeweils behandelten Repertoires in den Handschriften und das Lesen der originalen Notation
  • Satzlehre - Verständnis von Kontrapunkt und Melodiebildung der jeweiligen Stilepoche, Analyse der Kompositionen im Dienste der Aufführung (bei hinreichender Qualifikation und Einarbeitung können Teilnehmende dabei auch lernen, fehlende Stimmen stilsicher zu ergänzen oder eigene Fassungen zu komponieren.
  • ggf. Dozentenvorspiel - thematische Klangbeispiele Früher Musik

Fortbildungsbegleitende Aspekte

Eine Web-Plattform stellt für alle Blöcke zusätzliche Informationen und Materialien (zur Vor- und Nachbereitung) zum Download bereit. Dort gibt es auch die Möglichkeit, Literatur zu sichten und das bestehende Netzwerk ehemaliger und aktueller Teilnehmer/innen (natürlich geschützt) einzu-sehen.

Leitung

Die inhaltliche Leitung der Fortbildung liegt bei Marc Lewon (Basel, Oxford, Wien), Dr. Uri Smilansky (Salisbury) und Baptsite Romain (Basel). Je nach Bedarf und Möglichkeit werden andere Fachleute hinzugezogen. Für ausgewählte Einheiten gab es bislang eine Zusammenarbeit mit Nicoletta Gos-sen/Musikgeschichte, Karin Paulsmeier/Notationskunde, Markus Jans/Satzlehre und Benjamin Bagby/Praxis.

Abschluss

Über die erfolgreiche Teilnahme an der Fortbildung zur Musik des Mittelalters stellt BURG FÜRSTENECK ein Teilnahme-Zertifikat aus.
Bei Bedarf muss eine Anerkennung als externe Studienleistung im Sinne des Bologna-Prozesses von der jeweiligen Hochschule genehmigt werden.

Anmeldung, Teilnahme, mehr Informationen

Die neue Fortbildungsreihe soll 2014 beginnen. Eine Gruppengröße von mindestens 16 Teilnehmenden ist jedoch notwendige Voraussetzung. Bei Interesse und für Rückfragen melden Sie sich gerne unter +49-(0)6672 9202-0.

Musik-Beispiele

Fünf Beispiele aus unterschiedlichen Epochen und Stilrichtungen des Mittelalters finden Sie [hier]. Diese Beispiele sollen einen Eindruck von der Thematik der "Fortbildung zur Musik des Mittelalters auf BURG FÜRSTENECK" vermitteln.

Alle Fortbildungsblöcke dieser Fortbildungsreihe sind unter der Woche von Montag bis Mittwoch, bzw. von Mittwoch bis Freitag geplant.


Seminar-Reihe zur überlieferten Frühen Musik des Abendlandes, berufsbegleitende Fortbildung auf Burg Fürsteneck - Alte Musik - Musik im Mittelalter 

Folgende Kurse könnten für Sie auch interessant sein:

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10. Internationale Nyckelharpa-Tage auf BURG FÜRSTENECK
...mehr als ein Spielkurs!
03. Oktober  bis  06. Oktober 2013 
http://www.nyckelharpa.burg-fuersteneck.de/
 
 
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Kurse in 2013



Kurs 13-33407
Sommerkurs zur Musik des Mittelalters: "Cantor & Musicus"
Stile, Handschriften, Notationen und Glanzlichter
31. Juli 2013 12.00 Uhr bis 02. August 2013 16.00 Uhr
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