Akademie BURG FÜRSTENECK - Bildungsstätte, Seminarhaus und Tagungshaus, berufliche und musisch-kulturelle Weiterbildung, Fortbildung, Bildungsurlaub, bildnerisches Gestalten, Musik und Tanz
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Kursdetails


Fortbildungsreihe:
Anerkennungsfähig für Additive Tanzleiterausbildung "Internationale Folklore"
Fortbildungsreihe:
Anerkennungsfähig für Additive Tanzleiterausbildung "Internationale Folklore" A
Fortbildungsreihe:
Anerkennungsfähig für Additive Tanzleiterausbildung "Internationale Folklore" B1
Fortbildungsreihe:
Anerkennungsfähig für Additive Tanzleiterausbildung "Internationale Folklore" B2
Fortbildungsreihe:
Additive Tanzleiterausbildung "Internationale Folklore" C
Fortbildungsreihe:
Anerkennungsfähig für Berufliche Kompetenz & Personale Entwicklung A
Fortbildungsreihe:
Anerkennungsfähig für Berufliche Kompetenz & Personale Entwicklung B
Fortbildungsreihe:
Anerkennungsfähig für Berufliche Kompetenz & Personale Entwicklung C
Fortbildungsreihe:
Anerkennungsfähig für Berufliche Kompetenz & Personale Entwicklung D
Fortbildungsreihe:
Anerkennungsfähig für Berufliche Kompetenz & Personale Entwicklung E
Fortbildungsreihe:
Anerkennungsfähig für Berufliche Kompetenz & Personale Entwicklung F
Fortbildungsreihe:
Anerkennungsfähig für Systemische Weiterbildung - "Auf den Punkt gebracht" B1
Fortbildungsreihe:
Anerkennungsfähig für Systemische Weiterbildung - "Auf den Punkt gebracht" M1
Fortbildungsreihe:
Anerkennungsfähig für Systemische Weiterbildung - "Auf den Punkt gebracht" M2
Fortbildungsreihe:
Anerkennungsfähig für Systemische Weiterbildung - "Auf den Punkt gebracht" F1
Fortbildungsreihe:
Anerkennungsfähig für Systemische Weiterbildung - "Auf den Punkt gebracht" F2
Fortbildungsreihe:
Anerkennungsfähig für Systemische Weiterbildung - "Auf den Punkt gebracht" F3
Fortbildungsreihe:
Anerkennungsfähig für Systemische Weiterbildung - "Auf den Punkt gebracht" Z
Fortbildungsreihe:
Anerkennungsfähig für Konfliktkompetenz
Kurs 11-33404 - TLA B2
Resonanzen der Musik des Mittelalters - Das Fasanenbankett 1454
Musik am Hofe zu Burgund

04. November 2011  18.30 Uhr bis  06. November 2011  13.00 Uhr

Leitung: Marc Lewon Marc Lewon



Ausschreibung


Am 17. Februar 1454 erlebte die Welt ein Festbankett, das in dieser Zeit seinesgleichen suchte: Philipp der Gute (1396-1467), Herzog von Burgund, lud den Adel Europas nach Lille ein, um die Teilnehmer im Rahmen eines außergewöhnlichen Festes auf einen neuen Kreuzzug einzuschwören mit dem Ziel, das gerade 1453 von den Türken eroberte Konstantinopel wieder zu „befreien“. Dabei sollten alle Anwesenden einen Eid auf einen Fasan ablegen – einer Tradition folgend, bei der besonders im Frankreich des 14. Jh. Schwüre auf bestimmte Vogelarten geleistet wurden. Ausführliche Beschreibungen dieses Festbanketts sind von den burgundischen Hofchronisten erhalten, die dabei auch die aufwendigen schauspielerischen und musikalischen Auftritte der Künstler und deren Abfolge beschreiben.

Dabei erklang Musik in unterschiedlichsten Besetzungen, von Gesangsensembles, Orgel, Alta Capella (laute Bläser), aber auch von Harfen, Lauten, Fideln und Flöten. Es wurde Musik der führenden Komponisten dieser Epoche gespielt, darunter Gilles Binchois und Guillaume Dufay. Letzterer hatte die große Motette „Lamentatio sanctae matris ecclesiae Constantinopolianae“ komponiert, einen Klagegesang der „Kirche von Konstantinopel“ über die Eroberung dieser letzten christlichen Bastion vor den Toren des „Heiligen Landes“ durch die Türken, die vielleicht auch bei diesem Fest erklungen war.

Es wird davon berichtet, wie 24 Musiker als Tischdekoration in einer überdimensionierten Pastete untergebracht waren und von dort aus spielten. Weitere Sänger und eine Orgel waren in einer Miniaturkirche beherbergt, die einen weiteren Tisch zierte, und ein Knabe ritt auf einem Hirsch ein, mit dem er im Duett eine Chanson sang (offenbar war der Hirsch entweder ungewöhnlich talentiert oder aber ein „falsches“ Tier).

Wir wollen diese wunderbare Quelle für historische Aufführungspraxis nutzen, um einige Details des Festablaufes musikalisch zu rekonstruieren: Es wird Tanz-, Instrumental- und Vokalmusik der burgundischen Epoche aus der ersten Hälfte bis Mitte des 15. Jahrhunderts einstudiert werden, unter besonderer Berücksichtigung einzelner Chansons von Binchois und Dufay; und vielleicht gelingt es uns, bestimmte, von den Chronisten erwähnte Besetzungen und Aufführungssituationen zu rekonstruieren. Sehen wir, ob unsere Interpretationen und die Küche der Burg Fürsteneck mit den Festbeschreibungen mithalten können.

Voraussetzungen
Der Kurs richtet sich in erster Linie an erfahrenere Musiker/innen, die ihr Instrument oder ihre Stimme sicher beherrschen. Kenntnisse in moderner Notation sind Voraussetzung, vom Blatt spielen zu können, erleichtert die Kursteilnahme. Ein Teil des Repertoires wird vor Kursbeginn zur Verfügung gestellt.

Besonders willkommen sind die eher leiseren historischen, mittelalterlichen Instrumente, also Lauten, Fideln, Harfen, Flöten und natürlich immer Gesang – aber auch mit modernen Instrumenten ist eine Teilnahme in Einzelfällen möglich. Bitte machen Sie mit der Anmeldung unbedingt Angaben zu Ihrem Instrument und Ihren Spielerfahrungen. Im Zweifelsfall bitte anfragen.

 

Die „Resonanzen des Mittelalters“ sind eine Seminarreihe, die jährlich bestimmten historischen Ereignissen oder wichtigen historischen Zentren und dem Nachklang der damit verbundenen überlieferten Musik nachspüren wird.

Bitte beachten Sie auch unsere >> "Fortbildung zur Musik des Mittelalters - Frühe Musik der Hohen Stände" und die >> "Etappen für Alte Musik und Historischen Tanz".



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