14. Hessische Schülerakademie für Oberstufe

Kurs 18-13301  | 
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14. Hessische Schülerakademie für Oberstufe

Jahrgangsstufen 10 - 13

22. Juli 2018 18.00 Uhr bis 03. August 2018 11.00 Uhr
Kursgebühren:

665 € inkl. Ü/VP
Die Kursgebühr gilt grundsätzlich für Doppelzimmerbelegung.
weitere Infos zu den Kursgebühren

Kursbeschreibung:

Die Hessische Schülerakademie bietet

• Lernen und Lehren auf Augenhöhe in der Zusammenarbeit mit Studierenden und Kursleitungen aus Wissenschaft und Kultur
• Möglichkeiten zur Entfaltung und Entwicklung individueller Begabungen
• Gelegenheiten zum Entdecken und Forschen
• Räume, um gleichermaßen logisches Denken und Kreativität auszuleben
• regen und offenen Austausch auf gleicher Wellenlänge mit anderen begeisterungsfähigen Jugendlichen

in einem inspirierenden Umfeld.

Angeboten werden vier Kurse aus den Bereichen
• Geschichte: Geschichte ist überall. Geschichtskultur, Geschichtsbewusstsein und Erinnerungskultur
• Informatik: Multiplayer - Geteiltes Spiel ist doppeltes Spiel
• Mathematik: Die Verteilung der Primzahlen
• Physik: „Bei Licht betrachtet“: Von den physikalischen Grundlagen des Lichts bis zu Anwendungen in der Physik, Chemie, Biologie und Medizin

Jeder Fachkurs trifft sich zu zwei Arbeitseinheiten pro Tag. Außerdem wird die Teilnahme an einem musisch-kulturellen Programm (Musik, englisches Theater, Kontratanz ...) erwartet. Morgens findet ein etwa halbstündiges Akademieplenum statt.

Die Kurse werden von Lehramtsstudierenden zusammen mit einer erfahrenen Kursleitung betreut; Lehrerinnen und Lehrer können nach Absprache ebenfalls teilnehmen.

Für Ihre Anmeldung nutzen Sie bitte das Online-Anmeldeformular unter: www.hsaka.de/Anmeldung

Bei der Anmeldung geben Sie bitte zwei mögliche Fachkurse Ihrer Wahl an und begründen diese Präferenzen in Ihrem Motivationsschreiben mit einigen Sätzen. Eine Benachrichtigung über Ihre Teilnahme erhalten Sie für gewöhnlich nach einigen Wochen, die Zuteilung zu Ihrem Fachkurs im April. Dann schicken wir Ihnen Materialien und Informationen zu, die Sie bitte bereits vor der Akademie durcharbeiten. Vor und während der Akademie entstehen Berichte der Schüler/innen und Lehramtskandidat/innen, welche zusammen eine Akademie-Dokumentation ergeben. Während der zwei Wochen findet ein halbtägiger Ausflug statt. Am Ende steht eine (öffentliche) Präsentation der Ergebnisse.

Über die Teilnahme an der Akademie erhalten Sie eine Bestätigung.

Nähere Informationen und die Dokumentationen der früheren Schülerakademien finden Sie unter www.hsaka.de. Ein Prospekt zur Schülerakademie Oberstufe 2018 kann auf Wunsch zugesandt werden.

Dr. Cynthia Hog-Angeloni

Akademische Rätin für Mathematik an der Johannes Gutenberg Universität Mainz, nebenberufliche Tätigkeit an der Goethe-Universität Frankfurt. Leitung der Hessischen Schülerakademie Oberstufe.

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Dr. Peter Gorzolla

Wiss. Referent am Historischen Seminar der Goethe-Universität Frankfurt am Main, Leitung der Hessischen Schülerakademie (Oberstufe), Referent im Programm KulturSchule des Hessischen Kultusministeriums.

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Hauptkurse

Physik„Bei Licht betrachtet“: Von den physikalischen Grundlagen des Lichts bis zu Anwendungen in der Physik, Chemie, Biologie und Medizin

Licht ist nur ein kleiner Ausschnitt aus dem großen Bereich der elektromagnetischen Wellen, die wir von Radiowellen über Mikrowellen und optischer Strahlung bis zu Röntgen und Gammastrahlen nutzen. Die physikalische Beschreibung ist dieselbe: elektromagnetische Wellen oder Lichtteilchen „Photonen“, die sich mit hoher Geschwindigkeit ausbreiten. Die Wechselwirkung mit Materie hängt von der Energie der Photonen ab: Während Röntgen- oder Gammastrahlung chemische Bindungen „knacken“ kann und damit Materie zerstört, wird Infrarotstrahlung als „Wärme“ empfunden und sichtbares Licht in allen möglichen Formen ist für das Leben unerlässlich.

Sichtbares Licht nutzen wir im Alltag zur Beleuchtung, ultraviolettes Licht wird zur Entkeimung von Trinkwasser oder im Sonnenstudio verwendet, Infrarotlicht nutzen wir z. B. als Wärmestrahlung und für die Analytik, und Röntgenstrahlung in der Medizin oder in der Forschung.

Wir befassen uns im Kurs mit den Grundlagen elektromagnetischer Wellen, ihrer Erzeugung, ihrer Ausbreitung und ihrer Wechselwirkung mit Materie sowie ihrer Detektion. Mit einem Röntgengerät untersuchen wir die unterschiedliche Schwächung von Röntgenstrahlung durch Materie. Mit einigen optischen Geräten bauen wir ein Spektralphotometer für den sichtbaren Spektralbereich, mit dem wir Alltagsmaterialien wie beispielsweise Lebensmittel, Kosmetika oder Bestandteile von Pflanzen untersuchen können.

Prof. Dr. Wolf Aßmus

Professor für Physik an der Goethe-Universität Frankfurt am Main, Gerald Kucera-Professur für Materialforschung, Vorstandsvorsitzender BURG FÜRSTENECK.

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Prof. Dr. Werner Mäntele

Professor für Biophysik an der Goethe-Universität Frankfurt am Main

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GeschichteGeschichte ist überall. Geschichtskultur, Geschichtsbewusstsein und Erinnerungskultur

Geschichte ist überall – manchmal offenkundig, manchmal unbemerkt: in Büchern und auf Plakaten, in Filmen und Computerspielen, in den Nachrichten und in der Werbung, auf Straßenschildern und Denkmälern, bei Festen und in der Sprache, in unseren Familien und nicht zuletzt in der Schule.

Geschichte ist überall – unter diesem Titel wirbt auch eine Handreichung für Lehrkräfte dafür, „dass Erkenntnisse der Geschichtswissenschaften nicht nur fachwissenschaftlich bedeutend, sondern auch lebenspraktisch anwendbar sind“ (so das Bayerische Kultusministerium).

Dass Geschichte überall ist, hat also unmittelbare Auswirkungen auf uns. Diese Auswirkungen beschreibt und untersucht die Fachwissenschaft mit drei zentralen Begriffen: Geschichtskultur, Geschichtsbewusstsein und Erinnerungskultur. Dabei fragt sie ganz praktisch nicht nur nach dem Wo der Geschichte in unserem Alltag, sondern auch nach dem Wer, dem Wie und dem politisch brisanten Für wen…

Der Allgegenwart der Geschichte in ihrer medialen Vielfalt werden wir also mit kritischem Blick und den Mitteln der Wissenschaft begegnen – und so zu verstehen versuchen, weshalb ohne „Geschichte ist überall“ unsere Gesellschaft gar nicht möglich wäre.

Dr. Peter Gorzolla

Wiss. Referent am Historischen Seminar der Goethe-Universität Frankfurt am Main, Leitung der Hessischen Schülerakademie (Oberstufe), Referent im Programm KulturSchule des Hessischen Kultusministeriums.

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MathematikDie Verteilung der Primzahlen

Primzahlen faszinieren die Mathematiker schon seit vielen Jahrhunderten. Bereits Euklid wusste, dass es unendlich viele Primzahlen gibt, und er kannte bereits den Satz von der eindeutigen Primfaktor-Zerlegung, der deutlich später von Gauß formal bewiesen wurde.

Auf den ersten Blick scheinen Primzahlen eher zufällig aufzutreten; dies Phänomen wollen wir aber genauer unter die Lupe nehmen. Wir werden uns mit der Dichte der Primzahlmenge beschäftigen, und uns das Wachstumsverhalten einiger verwandter Funktionen anschauen, wie zum Beispiel der Teileranzahlfunktion oder der Eulerschen φ-Funktion, die die zu einer natürlichen Zahl n teilerfremden, kleineren Zahlen abzählt.

Die Methoden, derer wir uns dabei bedienen, kommen zu einem bedeutenden Teil aus der Zahlentheorie, aber wir werden uns auch die Analysis und die Wahrscheinlichkeitstheorie zu Nutze machen.

In diesem Zusammenhang gibt es unzählige beeindruckende neuere Erkenntnisse, auf die wir zu sprechen kommen werden. So gibt es zum Beispiel den Satz von Erdős Kac, der besagt, dass die Anzahl der Primfaktoren einer zufällig aus der Menge der ersten N Zahlen für große N gezogenen Zahl annähernd normalverteilt ist. Im Jahr 2004 wurde der Satz von Green-Tao bewiesen, der garantiert, dass es beliebig lange arithmetische Progressionen gibt, die nur aus Primzahlen bestehen.

Dr. Cynthia Hog-Angeloni

Akademische Rätin für Mathematik an der Johannes Gutenberg Universität Mainz, nebenberufliche Tätigkeit an der Goethe-Universität Frankfurt. Leitung der Hessischen Schülerakademie Oberstufe.

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Maxim Gerspach

Mathematik-Doktorand an der ETH Zürich

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InformatikMultiplayer - Geteiltes Spiel ist doppeltes Spiel

Multiplayer-Spiele gehören heute zu den bekanntesten und meistgespielten Computerspielen überhaupt. Von der Feierabend-Partie im eigenen Wohnzimmer bis zum hoch bepreisten E-Sport-Finale gibt es dabei ein Spiel für fast jeden Geschmack.

Um diese Faszination selbst zu erleben, werden wir im Informatikkurs gemeinsam ein Multiplayer-Spiel entwerfen und erstellen. Außerdem wollen wir untersuchen, was die besonders beliebten Spiele ausmacht.

Obwohl es keine computergesteuerten Gegner gibt, müssen in unserem Projekt natürlich die spielbaren Charaktere und die Umgebung ansprechend gestaltet werden. Dies umfasst das Design der Level und der Musik sowie das Malen und Zeichnen von Hintergründen, Charakteren und Gegenständen. Eine der Kernaufgaben der Programmierung wird die Verbindung der Spieler über ein Netzwerk sein. Dabei müssen Informationen und Abläufe synchronisiert werden, und wir werden ganz unterschiedliche Probleme lösen, die sich innerhalb eines verteilten Systems ergeben.

Voraussetzung für die Kursteilnahme ist Interesse an mindestens einem der Bereiche Programmierung, Design, Musik und Kunst sowie natürlich an Computerspielen im Allgemeinen. Ihr solltet außerdem in beidem zumindest hobbybasiert bereits Erfahrungen gesammelt haben.

Birthe Anne Höllthaler

B.A. Mathematik und M.Sc. Informatik, Goethe-Universität Frankfurt am Main

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Dr. Daniel Schiffner

ist Forschung- und Entwicklungskoordinator der zentralen eLearning Einrichtung studiumdigitale an der Goethe Universität Frankfurt, hält Vorlesungen für Informatiker und besitzt eine große Expertise in der Computergrafik und Spielentwicklung

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Leon Strauss

Chief Technology Officer beim Software-Unternehmen Acomodeo (Frankfurt am Main)

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Wahlkurse

Musisch-kulturelle Angebote

Auch das musisch-kulturelle Angebot steht durch die Mitarbeit in gewählten Werkstätten und in der Gestaltung des Rahmenprogramms im Mittelpunkt der Schülerakademie. Genau wie in den Fachkursen wird intensiv gearbeitet und experimentiert, besondere Vorkenntnisse werden aber nicht vorausgesetzt. Wir ermuntern gern dazu, etwas Neues auszuprobieren!

Deshalb singen wir in den ersten Tagen und am Gästetag auch gemeinsam als Plenumschor. In der Werkstatt-Zeit gibt es dann im Chorstudio, bei der Instrumentalmusik und musikalischen Improvisation Gelegenheit, sich musikalisch auszuprobieren und weiterzuentwickeln. Die eigene Kreativität und Spontaneität wird bei der Theaterimprovisation herausgefordert; für Freunde klassischer Spielformen gibt es ein englischsprachiges Theaterstück. Im Kontratanz werden einerseits Figurentänze einstudiert, andererseits ist auch dort Tanzerfindung möglich. Weitere Angebote, unter anderem aus der Bildenden Kunst und dem Kontaktbereich zu den Geisteswissenschaften, kommen hinzu.

Volker Kehl

ist Schlagzeuglehrer und Referent für Improvisation in Theater und Musik. Als Livemusiker und Produzent sammelt er seit vielen Jahren Erfahrungen in Komposition und Verwirklichung elektronischer Musik. Er ist zudem Sounddesigner und Mitgründer von Click&Clever, ein Unternehmen spezialisiert auf Erklärvideos.
 

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Andreas Mlynek

Pädagoge für Chor, Rhythmus, instrumentale Improvisation

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Rüdiger Kling

Diplom-Theologe, Lehrkraft für Mathematik, Ethik, Religion und Informatik, Dirigent mehrerer Orchester und Ensembles im Kreis Offenbach und Instrumentallehrer

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Marcel Giersdorf

Redenschreiber und Grundsatzreferent für Kommunal- und Landespolitiker, Deutscher Meister im Debattieren 2007 und Bester deutscher Redner 2007.

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Daniil Pakhomenko

Lehrer an der Internatsschule Schloss Hansenberg, Trainer für Argumentation und Rhetorik, Chefjuror der Deutschen Meisterschaft im Debattieren 2015, zahlreiche Auszeichnungen im Debattieren.

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Kurspartner

Bitte beachten Sie auch die Kurse, die wir in Kooperation mit anderen Institutionen anbieten.

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Kursgebühr

Alle Infos über Materialkosten, Preisspannen, Ermäßigte Preise gibt es hier. Die Kursgebühren sind gültig für unsere offen ausgeschriebenen Kurse.

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Referentinnen u. Referenten

Unsere Kurse werden von Kennern ihres Fachs geleitet. Überzeugen Sie sich am besten selbst.

Referenten A-Z

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Sie finden hier Bilder zu vergangenen Kursen. Reinschauen lohnt sich.

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