Etappen für Alte Musik und historischen Tanz auf BURG FÜRSTENECK mit dem Ensemble „Oni Wytars“ – "alla via - Auf dem Weg" – Worshops von Mittelalter bis Barock für Gesang, Trommel und andere Instrumente und Tänzer.

Alte Musik, Frühe Musik, Historischer Tanz, Renaissace-Tänze

BURG FÜRSTENECK

14. Etappe für Alte Musik und Historischen Tanz
auf BURG FÜRSTENECK

In Zusammenarbeit mit dem Ensemble "Oni Wytars"

7. bis 9. März 2014

 

"alla via - Auf dem Weg"

Prozession und Ritual

Alle Menschen befinden sich seit Beginn auf dem Weg, auf einer Reise – biologisch, seelisch, zeitlich oder geografisch. Als spirituelle Übung und als Sinnbild sind seit der Antike und bis heute Pilgerfahrten fester Bestandteil der Riten vieler Religionsgemeinschaften, oft begleitet von Prozessionsliedern und Tänzen.

Aus dem spanischen Wallfahrtskloster Santa Maria de Montserrat ist uns eine mittelalterliche Sammlung von Liedern und Tänzen überliefert, die für Pilger geschrieben wurde: Das Llibre vermell. Noch ältere Quellen sind die Laude, die Prozessionsgesänge der religiösen Laien-Bruderschaften der Toskana zur Zeit des Hl. Franziskus. Beim Moosburger Graduale finden wir Lieder, die ausdrücklich zum Singen und Tanzen bei den Prozession durch die Stadt geschrieben wurden. In der uralten süditalienischen Tradition der Tarantella mischen sich in einer einmaligen Synergie Ritual, Rhythmus, Gesang und Freude an der Bewegung. Intradas aus der Zeit der Renaissance, von lauten Blasinstrumenten vorgetragen, begleiteten die Menschen auf dem Weg zur Messe oder zur festlichen Anlässe.

Musik begleitet seit jeher die rituellen Handlungen auf unseren Wegen. Leben heißt auf dem Weg sein. Musik ist Gefühl, Rhythmus und Bewegung – so wie das Leben.

 

BURG FÜRSTENECK
Am Schlossgarten 3
36132 Eiterfeld
Telefon: 06672 / 9202-0
Telefax: 06672 / 9202-30
E-mail: bildung@burg-fuersteneck.de
Internet: www.burg-fuersteneck.de
 

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Bitte beachten Sie auch unsere weiteren Kurse und Seminare
im Bereich "Alte Musik"

Hinweis:
BURG FÜRSTENECK veranstaltet eine zweijährige berufsbegleitende
Fortbildung zur Musik des Mittelalters.
Bei Interesse lassen Sie sich bitte zunächst unverbindlich in unsere Interessenten-Datei eintragen.
Weitere Informationen unter >> Fortbildungsreihen

Und das sind unsere Workshops:


Tamburello, Bodypercussion und Takademi
Ein Wochenende voller rhythmischer Überraschungen
Leitung: Katharina Dustmann

Das Hauptinstrument in diesem Kurs wird die italienische Schellentrommel "Tamburello" sein.

In leichter Verständlichkeit lernen wir die Haltung und die Grundschläge für das Spiel auf dieser Trommel, 
einige traditionelle Rhythmen aber auch Techniken, die sich besonders gut zur Begleitung verschiedener Volksmusiken eignen.

Eine Silbensprache "Takademi" hilft uns dabei, komplexere Rhythmen leichter zu verstehen, spielerisch umzusetzen und schrittweise zu vertiefen.  

Wenn uns die Hände glühen werden wir sie durch leichte Bodypercussion wieder lockern. 

Der Kurs eignet sich für alle Rhythmussuchenden und Trommelbegeisterten,  auch die die immer schon mal trommeln wollten und sich nie getraut haben
und diejenigen die schon ein wenig Tamburello spielen oder eine andere Trommel und dies durch neue Techniken ergänzen möchten.

Einige Trommeln können als Leihinstrument zur Verfügung gestellt werden.

Katharina Dustmann, Lohmar, spezialisierte sich nach einer Ausbildung an historischen Holzblasinstrumenten auf orientalische und mittelmeerländische Perkussion, Studiotechnik und Aufnahmeleitung. Seit 1988 weltweite Konzerttätigkeit als Solistin oder in festen Ensembles u. a. bei  "Ensemble Oni Wytars", "Syn.de", "Katharco Consort", CD-, Rundfunk- und Fernsehaufnahmen. Mitbegründerin von "Studio Katharco", Komponistin und Aufnahmeleiterin.
www.dustmann.de.vu

"Llibre Vermell" – Gesang und Instrumental-Ensemble
Gruppe 1: Gesang – Leitung: Jule Bauer
Gruppe 2: Ensemble – Leitung: Marco Ambrosini

“Da es vorkommt, dass die Pilger, die in der Kirche der heiligen Maria in Montserrat Nachtwache halten, singen und tanzen wollen, und dies auch tagsüber auf dem Kirchplatz, und sie dort nur sittliche und andächtige Lieder singen dürfen, sind einige hier niedergeschrieben. Diese sollten mit Rücksicht und Mäßigung verwendet werden, damit jene nicht gestört werden, die ihrem Gebet und geistlichen Kontemplationen nachgehen möchten…”

Als Wallfahrtsort ähnlich berühmt wie Santiago de Compostela war im mittelalterlichen Spanien nur Santa Maria de Montserrat. Das Kloster liegt auf einem zerklüfteten Berg in der Nähe von Barcelona und war Mittelpunkt der Marienverehrung in ganz Katalonien. Scharen von Pilgern zogen dorthin, vor allem, weil sie an die wundertätige Kraft der dort um das Jahr 1200 aufgestellten schwarzen Marienstatue glaubten. Etliche Mönche des Klosters waren hochgebildete Männer, die an berühmten Universitäten studiert hatten. Und so wurde das Kloster auch ein kulturelles Zentrum ersten Ranges. Ein Kodex aus dem späten 14. Jahrhundert ist der kostbarste Schatz der Bibliothek von Montserrat. Der heutige Titel bezieht sich auf den roten Einband (Llibre vermell = Das rote Buch), in welchen die 137 erhaltenen Seiten des Manuskripts im 19. Jahrhundert gebunden wurden. Neben Texten vor allem für den liturgischen Gebrauch enthält das Manuskript zehn musikalische Werke.

Mit diesen Liedern befassen sich zwei parallel arbeitende Gruppen. Bitte bei den Anmeldung die die Gruppe angeben!

Gruppe 1: Gesangskurs mit Jule Bauer

Wie die Pilger im 14. Jhd., werden wir die Schönheit der Lieder des Llibre Vermell erklingen lassen. Gemeinsam zu Singen ist eine wunderbare Erfahrung, die in diesen Liedern ihren ganz eigenen Zauber entfaltet.

Wir beschäftigen uns intensiv mit unserem Instrument – der Stimme. Durch Stimmbildung, Atemtechnik und Körperbewusstsein beim Singen lernen wir dieses Instrument besser kennen und bringen es zum Klingen. Wir werden Melodie, Sprache und Modus der Pilgerlieder betrachten und uns mit ihrem Ausdruck und möglichen Interpretationen beschäftigen. Eine Zusammenarbeit mit dem Ensemblekurs von Marco Ambrosini ist geplant.

Jule Bauer, Aschaffenburg, Gesangsausbildung mit Schwerpunkt "Alte Musik". Studium der Nyckelharpa in Forlimpopoli (Italien) und Musikwissenschaft in Frankfurt. Musikerin für Alte Musik, Folk- und Weltmusik (u.a. Triskilian, Helut, Oni Wytars). Lehrtätigkeit für Gesang und Nyckelharpa.
www.sonnenklang.de

Gruppe 2: Instrumental-Ensemblekurs mit Marco Ambrosini

Im Llibre vermell finden wir neben drei Kanons und zwei polyphonen Stücken sogar fünf (gesungene) Tanzstücke: Stella splendens, Polorum Regina, Cuncti simus concanentes, Los set gotxs und Ad mortem festinamus – ein willkommener Anlass, sich dieser wunderschönen Musik auch als Instrumentalist zu widmen!

Dieser Spielkurs wendet sich an intonations- und rhythmussichere Musiker, die Spaß und Interesse an historischer Musik und alten Instrumenten haben. Die Kursarbeit wird sich darauf konzentrieren, aufführungspraktische Fragen zu lösen und Arrangements für das Ensemble zu erarbeiten, mit dem Ziel eine gemeinsame Aufführung zusammen mit dem Gesangskurs von Jule Bauer zu vorbereiten.

Voraussetzungen: Die Teilnehmenden müssen in der Lage sein, ihre gut spielbaren Instrumente selbst einzurichten und über sichere Notenkenntnisse verfügen. Notenmaterial wird den Kursteilnehmern rechtzeitig zugeschickt.

Marco Ambrosini, Eifa/Hatzfeld, studierte Violine und Viola, Musiktheorie, Musikgeschichte und Komposition in Ancona und Pesaro. 1982 begründete er mit Peter Rabanser das Ensemble "Oni Wytars", 1991 mit Katharina Dustmann das "Katharco Consort". Solist und Komponist weltweit mit internationalen Ensembles für Alte und Neue Musik. Zahlreiche CD, Radio und Fernsehaufnahmen. Mitinhaber des Studios "Katharco."
www.ambrosini.de


"Venite a laudare" – Ein Kurs für Sänger und Instrumentalisten
Prozessionslieder aus dem mittelalterlichen Italien
Leitung: Peter Rabanser

Sie zogen durch die Straßen Umbriens und der Toskana und sangen Loblieder zu Ehren Gottes, der Madonna und der Heiligen. Die Botschaft der geistigen Erneuerung des hl. Franz von Assisi hatte die Herzen dieser Menschen erreicht und sie versammelten sich in religiösen Laien-Bruderschaften, den sogenannten "Laudesi", um auf ihre Art ausserhalb der Gotteshäuser ihrem Glauben Ausdruck zu verleihen, indem sie aus ihren Liederbüchern, den "Laudari", sangen. Zwei dieser Laudari sind komplett mit Texten und Musik erhalten: der "Laudario di Firenze" und der "Laudario di Cortona", das erste uns bekannte Dokument, das in italienischem "volgare", d.h. in regionalen Dialekten und nicht mehr im sonst üblichen in Latein verfasst ist. Aus den Rechnungsbüchern einiger dieser Bruderschaften wissen wir, dass Berufsmusiker für die Begleitung der Sänger bezahlt wurden, wir finden dort u. a. folgende Instrumente: Portativ, Laute, Fidel, Rebec, Harfe und – für offizielle Anlässe, Trompeten, Pommern und Trommeln.

Eine vergleichbare Tradition besteht heute nur noch auf Sardinien, wo die "Concordia"-Bruderschaften – ähnlich den "Tenores" – in einzigartig schöner Mehrstimmigkeit ihre Gòsos (Loblieder) singen. Die italienische Melodie, die aus der Tradition des gregorianischen Gesanges und des Volksliedes stammt, findet hier ihren maximalen Ausdruck, eine Lauda musste die Herzen der Menschen sofort entflammen – und tut das noch heute.

Wir werden in diesem Kurs einige dieser leidenschaftlichen Laude und Gòsos entdecken und in unserer Fantasie durch die Straßen Umbriens, der Toskana und Sardiniens ziehen, mit entflammten Herzen, wie eine echte Laudesi-Bruderschaft.

Das Instrumentarium der Kursteilnehmer kann von Instrumenten der Alten Musik bis zu heutigen traditionellen Instrumenten reichen. Voraussetzung ist ein einigermaßen sicheres Spiel und relativ sichere Notenkenntnisse, dies gilt auch für die Sänger. Notenmaterial wird auf Wunsch kurz vor dem Kurs zugesandt.

- Musikbeispiel: "Venite a laudare" (Laudario di Cortona, 13. Jh. Italien) / "Gòsos de Nostra Signora de sos Anghelos" (trad. Santu Lussurgiu, Sardinien)

Peter Rabanser, Forli (Italien), studierte Gitarre, spielt vor allem osteuropäische und arabische Zupf- und Rohrblattinstrumente u.a. bei "Unicorn", "Oni Wytars", "Katharco Consort" und "Yalla Babo Express Orchestra". Mit letzteren Träger des "RUTH" – Weltmusikpreises 2004.
www.oniwytars.de


"Damit es nicht in heidnische Possen ausartet…." – Instrumentalkurs für Blockflöten
u. a. mit Prozessionsmusik aus dem Mittelalter
Leitung: Meike Herzig

28. Dezember 1360, wie jedes Jahr wurde in Moosburg ein Chorknabe für einen Tag zum Kinderbischof gewählt, der dem Stift vorstand und z.B. Kinder und Erwachsene mit Strafen belegen durfte, von denen man sich durch das Aufsagen lateinischer Verse oder mit kleinen Gaben freikaufen konnte. Revanche gegen die Erzieher! Damit diese verkehrte Welt jedoch nicht allzu lasterhaft geriet wurden dafür eigens Lieder geschrieben, zum Singen und Tanzen bei der Wahl und bei der Prozession durch die Stadt.
Einige dieser Stücke aus dem Moosburger Graduale werden im Kurs vorgestellt und gemeinsam arrangiert.
Natürlich gibt’s in einem speziellen Instrumentalkurs auch Spezielles fürs Instrument: Besonders der Gebrauch verschiedener Artikulationssilben zur Gestaltung einer Melodie wird in Theorie und Praxis behandelt. Natürlich auch etwas Fingertechnik , Ensemblespiel sowie gern auch die Behandlung individueller Fragen oder Probleme beim Blockflötenspiel.
Der Spaß am Ensemblespiel soll aber nicht zu kurz kommen: zwischendrin zur Erholung schöne Musik aus Mittelalter und Renaissance, um das Gelernte gleich anzuwenden. Die Noten einiger Stücke können auf Wunsch vor dem Kurs verschickt werden.
Voraussetzungen: Die Teilnehmer/innen sollten c- und f-Blockflöten flüssig spielen und leichte bis mittelschwere Ensemblestücke weitgehend vom Blatt spielen können. Bitte eigene Instrumente mitbringen, darüber hinaus stehen einige Mittelalterblockflöten von Köllner-Dives zum Ausprobieren zur Verfügung.

Meike Herzig, Köln, studierte Alte und Neue Musik und Blockflöte in Köln und Amsterdam, arbeitet als Musikpädagogin und Konzertmusikerin, u.a. "Bois de Cologne", "Trio Delight", "sYn.de"
www.meikeherzig.de


“Per Allegrezza” - Loblieder aus dem Trecento
Organetto-Kurs für Einsteiger, Umsteiger und Fortgeschrittene
Leitung: Catalina Vicens und Stefan Keppler

Die Portativorgel, oder italienisch “Organetto”, ist eines der am häufigsten dargestellten Instrumente in der Ikonographie religiöser Themen, insbesondere auch auf Abbildungen mit der Jungfrau Maria und bei Prozessionen. In der Blütezeit der Instrumentalmusik und damit auch der Orgel, sind in Italien auch die “Laudesi”, religiöse Laienbruderschaften, entstanden. Die Leute haben sich versammelt, um ein- und mehrstimmige Loblieder mit volkssprachliche Texten zu singen und auf den Instrumenten zu spielen, unter anderem auch auf dem Organetto.

Viele von diesen Liedern sind heute nicht mehr vollständig erhalten, aber wir kennen eine große Anzahl von ihnen als nach wie vor populäre Melodien, die in der neuen “cantasi come...”-Tradition mit neuen Lobestexten aufgeführt wurden. Darunter sind Stücke des blinden Organisten Francesco Landini, Gherardello da Firenze, Andrea da Firenze, und etlichen anderen.

Mit der Portativorgel werden wir die bunte Ein- und Mehrstimmigkeit des Trecento erleben, sowie grundsätzliche Elemente des Organettospiels lernen. Wir werden geistliche Melodien aus dem Italien des 14. Jahrhunderts “mit den Tasten singen lernen”, sie zu bearbeiten und uns selbst zu begleiten. Wir werden mit Notenmaterial unterschiedlichen Schwierigkeitsgrades arbeiten, so dass für jeden etwas dabei sein dürfte: Der Kurs ist geeignet für Einsteiger und fortgeschrittene Organettospieler, sowie für Umsteiger von Gesang und anderen Instrumenten.

Voraussetzung: Gute Notenkenntnisse. Notenmaterial wird auf Wunsch vor dem Kurs zugesandt. Leihinstrumente stehen in begrenzter Zahl zur Verfügung. Bitte bei der Anmeldung angeben!

Catalina Vicens, Basel, geboren in Santiago de Chile; Cembalostudium in Philadelphia, Freiburg und Basel. Studium Mittelalterliche Tasteninstrumente und Masterdiplom an der Schola Cantorum Basiliensis. Studium für Zeitgenössische Musik in Basel. Auftritte als Solistin und Continuospielerin mit verschiedene Ensembles in den wichtigsten Konzertsälen in den USA, Südamerika und Europa, CD- und Radio-Aufnahmen. Sie unterrichtet an Meisterkursen in zahlreichen Ländern Europas und Südamerikas.
www.catalinavicens.com

Stefan Keppler, Kötz, Selbständiger Musiker, Dozent und Orgelbauer mit Spezialisierung auf Rekonstruktion und Bau gotischer Pfeifenorgeln. Klassische Flötenausbildung am Konservatorium in Augsburg; diverse Fortbildungen auf Rohrblattinstrumenten und zur Musik des Mittelalters. Seit 1987 Spezialisierung auf die Frühe Musik, u.a. 1999 Gründung des Mittelalterensembles „Wolkenstayn“. Gastmusiker u.a. bei „MiniMusik München“, „Carlina Leut“, „Schandmaul“.
www.wolkenstayn.de


"Introitus und Intrada" - Bläsermusik für Prozessionen und Umzüge im 16. Jhdt.
Ein Kurs für Spieler von Pommern, Dulzianen, Zinken, Posaunen, Krummhörnern und anderen Renaissance-Blasinstrumenten
Leitung: Ian Harrison

"In unseren christlichen Zeiten gibt es zahlreiche Bläser, die manchmal bei Kirchenfesten, sehr oft aber bei Hochzeitsfeierlichkeiten und prächtigen Banketts des Adels auftreten; auch zu Siegesfeiern und anderen Festlichkeiten, sowohl öffentlicher als auch privater Art, werden sie herangezogen; zu Tages- und Nachtanbruch werden sie in Städten und Schlössern gehört; geistliche und weltliche Musik aller Art spielen sie auf ihren Instrumenten, sehr anmuetig und voller Erfindungsreichtum."

Johannes Tinctoris, 'De inventione et usu musicae', ca. 1487

Die Intrada war, wie der Name andeutet, ein Schreittanz zum Einzug in den Saal bei einem Ball oder zur Eröffnung anderer Festlichkeiten. Der Introitus wurde gesungen und gespielt beim Einzug in die Kirche vor der Messe. Das Graduale wurde gespielt während Prozessionen innerhalb der Messe. Für kirchliche Prozessionen auf den Straßen wurden Psalmen und Kyrie Eleison extra für Bläser arrangiert. Wir spielen eine Auswahl aus diesem abwechslungsreichen Repertoire.

Ian Harrison, Freiburg, ist einer der führenden Zink-, Schalmei- und Dudelsackspieler Europas, und ein Spezialist für historische Improvisation. Er ist Dozent für Schalmei und Bläsermusik des Mittelalters und der Renaissance an der Schola Cantorum Basiliensis, Leiter des Ensembles Les haulz et les bas und gastiert regelmäßig mit Oni Wytars.
www.ian-harrison.de




Das Ensemble Oni Wytars auf YouTube: ONI WYTARS, Follia Recordingsession, Tarantellata

Die 14. Etappe für Alte Musik auf BURG FÜRSTENECK
beginnt am Freitag, den 7. März 2014, mit dem Abendessen um 18:30 Uhr
und endet am Sonntag, den 9. März 2014, gegen 13 Uhr nach dem Mittagessen.

Die Workshops gehen jeweils über den gesamten Zeitraum. Mit der Anmeldung müssen Sie sich daher bitte für einen Kurs entscheiden. Die Angabe eines alternativen Workshops – wenn denn einer für Sie in Frage kommt – ermöglicht es, Ihnen auch dann einen Platz zu reservieren, wenn Ihre erste Wahl belegt ist oder aus irgendeinem Grund ausfallen muss.

KURSGEBÜHR 245 - 295  € (nach Selbsteinschätzung, inkl. Ü/VP), ermäßigt 145 €
Diese Gebühr beinhaltet die Kosten für den Kurs, für die Unterkunft und die gute, auf Wunsch auch vegetarische Verpflegung.
Ermäßigter Preis = Gebührennachlass für junge Menschen und Geringverdienende
Bei vielen Kursen ist für Jugendliche und junge Erwachsene bis 26 Jahre die Kursgebühr ermäßigt, sofern sie Schüler/innen, Student/innen oder Auszubildende sind. Der ermäßigte Preis gilt ab 2014 ebenfalls für Menschen, die gesetzliche Sozialleistungen beziehen (wie bspw. ALG II oder Grundsicherung nach SGB XII) oder nur über ein vergleichbares geringes Einkommen verfügen. Materialkosten bleiben davon unberührt. Bitte bei der Anmeldung angeben und Nachweis beifügen. Rückwirkend kann keine Ermäßigung gewährt werden.

Hier: ANMELDUNG online oder per Brief, Email oder Fax

Diese Informationen gibt es auch als Flyer "Alte Musik" zum Ausdrucken in einer PDF-Datei Alte Musik und historischer Tanz drucken.
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Außerdem gibt es demnächst eine Übersicht über alle Seminare im Bereich Musik und Tanz historischer Tanz, Renaissancetanz drucken.

zur Homepage des Ensembles Oni Wytars mit weiteren Informationen zur Gruppe und zu den Dozenten

Bitte beachten Sie unsere weiteren Seminare und Kurse im Bereich "Alte Musik"

Weitere Workshops im Bereich "Musik und Tanz"

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zu den anderen Kursen auf BURG FÜRSTENECK

Bitte beachten Sie die
Fortbildung zur Musik des Mittelalters – Frühe Musik der Hohen Stände,
(Interessent/innen sollten sich jetzt unbedingt für einen zweiten Durchgang dieser Fortbildung vormerken lassen),

und die Tanzleiterausbildung, die wir in Kooperation mit der Landesarbeitsgemeinschaft Tanz Hessen anbieten.