Gesellschaft
Demokratiebildung und Zeitgeschichte

Entscheidungsfindung in komplexen und dynamischen Situationen

In Kooperation mit dem Bildungswerk der Hessischen Wirtschaft e.V.

Dieses Seminar greift den Umstand auf, dass die Welt von vielen Menschen als immer komplexer erlebt wird. Soll Komplexität nicht als Bedrohung empfunden werden, steigt der Bedarf, sich mit Komplexität und Widersprüchen persönlich und gesellschaftlich auseinander zu setzen. Für eine offene Gesellschaft ist die Fähigkeit zum akzeptierenden Umgang mit Diversität, Komplexität und Ambiguität (Mehrdeutigkeit) daher eine wichtige Voraussetzung. 

Das Erleben von Komplexität reicht von mehrdeutigen und komplexen Situationen, über Mehrdeutigkeit innerhalb von Gruppen, bis hin zu Kulturen und kulturellen Prägungen. Im Umgang mit Komplexität geht es dabei um Wahrnehmen und Aushalten, aber auch darum, handlungsfähig zu bleiben. Häufig werden Komplexität und Vieldeutigkeit eher als Belastung, denn als Herausforderung gesehen, was zusätzlich den Zugriff auf einfache Erklärungen und Vorurteile begünstigt und so die Verbreitung von Verschwörungsmythen erhöht. Dabei werden uneindeutige Entscheidungssituationen als besonders belastend erlebt werden – vor allem in Gruppen. Sowohl in der Demokratieforschung als auch innerhalb der Organisationspsychologie  sind neue Entscheidungsformen entwickelt worden, die dieser Belastung und der Komplexität Rechnung tragen. Hierzu gehören etwa das „systemische Konsensieren“ oder die „Einwandintegration“. Diese Formen aufgreifend, legt das Seminar den Fokus auf die Entscheidungsfindung in komplexen Prozessen.

Wir arbeiten u.a. mit Ansätzen der Demokratiepädagogik  und der Civic Education um pluralistische Anschauung, divergentes Denken und die Handlungsfähigkeit in komplexen Situationen zu lernen. Durch musisch-kulturelle Interventionen werden Diversitätsakzeptanz, Ambiguitäts- und Komplexitätstoleranz erhöht. Das Erlernen gleichberechtigter Gruppenentscheide und der Erwerb emotionaler, sozialer sowie demokratischer Kompetenzen stehen im Mittelpunkt dieses Seminars. Sie lernen das Wahrnehmen, Aushalten und handlungsfähig bleiben in komplexen Situationen und den Einsatz gleichberechtigter Diskussions- und Entscheidungsformen.

Das Seminar ist eines von insgesamt sieben Modulen der modularen Weiterbildungsreihe „Demokratische Teilhabe stärken“, die in Kooperation mit dem Bildungswerk der Hessischen Wirtschaft e.V. in Bad Nauheim durchgeführt wird. Die folgenden Links führen Sie zu den Beschreibungen der weiteren Kurse, die an der Akademie Burg Fürsteneck stattfinden:

 

 

Die folgenden Links führen Sie zu den Beschreibungen der weiteren Kurse, die in diesem Jahr im Bildungshaus der Hessischen Wirtschaft in Bad Nauheim stattfinden:

Diese Weiterbildungsreihe wird gefördert aus Mitteln des Landes Hessen im Rahmen des Weiterbildungspakts für die Jahre 2021- 2025.

12.11. - 14.11.2021

Kurs-Nr. 21-71104
 18.00 Uhr  16.00 Uhr
Lf

Dieses Seminar ist mit 2 Tagen als hessische Lehrerfortbildung beantragt worden.

Kursgebühren:
80 € (inkl. Ü/VP)
Durch die Förderung im Rahmen des WBP kann dieses Seminar zu einem günstigeren Preis als üblich angeboten werden.

Wichtiger Hinweis:

Eine Übernachtung im Doppelzimmer ist möglich. Daraus folgert, dass Sie ggf. mit einer fremden Person das Zimmer teilen. Sollte sich die hessische Coronavirus-Schutzverordnung ändern, kann es dazu kommen, dass wir angemeldeten Teilnehmenden im Doppelzimmer absagen müssen.

Wichtiger Hinweis:

Dieser Kurs ist bereits ausgebucht. Wenn Sie Interesse haben, auf die Warteliste für diesen Kurs gesetzt zu werden, klicken Sie oben auf "Warteliste" und füllen Sie das Formular aus. Wir informieren Sie, sobald ein Teilnehmerplatz frei wird.

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Leitung