Gesellschaft
Politische Bildung und (Zeit-)Geschichte

Mit ‚Legislativem Theater‘ den Dialog im ländlichen Raum stärken!

Erlernen, Erleben und Ausprobieren einer neuen partizipativen Methode der politischen Bildung

Diese theaterpädagogische Fortbildung richtet sich an Interessierte unterschiedlicher Professionen, die das Legislative Theater kennenlernen und ausprobieren möchten. Das Legislative Theater ist ein Theateransatz, um gesellschaftliche Diskurse mit den Mitteln des Theaters zu initiieren. Der ursprünglich vom Theatermacher Augusto Boal (Theater der Unterdrückten) stammende Ansatz hat zwei Besonderheiten. Einerseits die partizipative Einbeziehung des Publikums, dessen Rolle weit über das Zuschauen hinausgeht. Andererseits den direkten Bezug zur Legislative (Gesetzgebung). Bei den Aufführungen des Legislativen Theater Berlins, dessen Macher die Fortbildung leiten werden, sind immer aktuelle Mandatsträger*innen der Politik am Aufführungsprozess beteiligt.

Ein Ziel eines Legislativen Theaters ist es, zwischen den Zuschauer*innen, also den Bürger*innen und den anwesenden Politiker*innen einen direkten Dialog über ein Bühnengeschehen zu ermöglichen. Die aufgegriffenen Themen sind immer auf aktuelle (lokale) Kontroversen und deren Lösung gerichtet. Der Kern einer Aufführung ist der Diskurs auf Augenhöhe und im gewissen Sinne ‚Politikberatung von Unten‘. Legislatives Theater ist überparteilich und an Alltagserfahrungen des Publikums ausgerichtet. 

Dreijährige Multiplikator*innen Fortbildung – Das zweite Jahr

Die Fortbildung, mit der insbesondere der ländliche Raum gestärkt werden soll, ist auf drei Jahre angesetzt. Sie bietet jedes Jahr eine Woche und ein Wochenende Theater und Probenarbeit mit dem Ziel einer Aufführung am Wochenende. Die Aufführungen finden in der Marktgemeinde Eiterfeld statt, in der auch die Akademie Burg Fürsteneck liegt. Themen und Umsetzung richten sich an Zuschauer*innen der Region. Vor diesem Hintergrund sollten Sie die Lust mitbringen, im Rahmen dieser Fortbildung selbst in einem Legislativen Theaterstück aufzutreten.

Die diesjährige Aufführung wird von 23.-25. Oktober in der Gemeinde Eiterfeld stattfinden. Nachdem 2019 das erste Legislative Theater in Eiterfeld stattfand, gibt es im zweiten Jahr wieder eine Aufführung bei der die Erfahrungen des ersten Jahres berücksichtigt werden. Der Schwerpunkt wird auf der Szenenentwicklung einer Aufführung liegen.

Während der Fortbildung erhalten Sie die Möglichkeit, den Gesamtprozess inkl. Aufführungspraxis zu erleben. Das übergeordnete Ziel wird sein, Sie am Ende der dreijährigen Fortbildung in die Lage versetzt zu haben, Ihre eigenen Legislative Theaterprojekte durchführen zu können.

Die Fortbildung ist aufbauend konzipiert. Ein Quereinstieg ist möglich, sofern Plätze frei werden. Bei Fragen diesbezüglich wenden Sie sich bitte direkt an die Kontaktadressen der Akademie Burg Fürsteneck. Eine Anmeldung zu der hier beschriebenen Fortbildungs-Woche gilt gleichzeitig als Anmeldung zum Aufführungswochenende. Es entstehen keine weiteren Kosten.

Pro Fortbildungsjahr wird ein Schwerpunktthema vertiefend behandelt:
2019: Die Grundlagen des Legislativen Theaters (07.-11. und 18.-20. Oktober)
2020: Von der Idee zur Szene (12.-16. und 23.-25. Oktober)
2021: Die Rolle der Moderation und Grundlagen der Organisation (18.-22. und 29.-31. Oktober)

Die Weiterbildung richtet sich u.a. an Aktive aus Kultur, (Sozial-)Pädagogik und aus dem Bereich der politischen Bildung. Außerdem an Menschen, die beispielsweise in zivilgesellschaftlichen Organisationen tätig sind oder aus dem Bereich der Stadt/Land-Entwicklung kommen, insbesondere Menschen aus ländlichen Regionen.

 

12.10. - 16.10.2020

Kurs-Nr. 20-71108
 10.15 Uhr  13.00 Uhr
Kursgebühren:
140 € (inkl. Ü/VP), gilt sowohl für die Seminarwoche als auch für das Aufführungswochenende (23.- 25. Oktober).

Wichtiger Hinweis:

Zur Umsetzung des Hygienekonzepts aufgrund der Corona-Pandemie, ist eine Teilnahme am Kurs nur mit Übernachtung im Einzelzimmer möglich. Eine Doppelzimmerbelegung ist nur noch für Personen, die in einem Haushalt leben, Paare sowie Familienangehörige möglich.

Mit ‚Legislativem Theater‘ den Dialog im ländlichen Raum stärken!
Leitung