Gesellschaft
Demokratie und Zeitgeschichte

Die Rhön im Nationalsozialismus

Erinnerung als Verantwortung für die Gegenwart

Die Zeit des Nationalsozialismus hat auch die Rhön nachhaltig geprägt. Zwischen Ausgrenzung, Verfolgung, Anpassung und Widerstand spiegeln sich hier die gesellschaftlichen Entwicklungen einer Epoche, deren Folgen bis heute nachwirken. Die Auseinandersetzung mit regionaler Geschichte eröffnet dabei einen besonderen Zugang zu den Fragen von Demokratie, Menschenrechten und gesellschaftlicher Verantwortung in der Gegenwart.

Dieser Bildungsurlaub widmet sich den Auswirkungen der nationalsozialistischen Herrschaft in der Rhön und den vielfältigen Formen des Erinnerns. An historischen Orten, anhand von Quellen, Biografien und regionalen Beispielen werden die politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Veränderungen der Jahre 1933 bis 1945 nachvollzogen. Dabei wird untersucht, wie die nationalsozialistische Ideologie in den Alltag der Menschen hineinwirkte und welche Handlungsspielräume zwischen Zustimmung, Anpassung und Widerstand bestanden.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Erinnerungskultur nach 1945. Wie wird heute an die Opfer erinnert? Welche Rolle spielen Gedenkstätten, Museen und lokale Initiativen? Wie verändern sich Formen des Erinnerns über Generationen hinweg? Und welche Bedeutung hat die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit angesichts aktueller Herausforderungen für Demokratie und gesellschaftlichen Zusammenhalt?

Die Teilnehmenden reflektieren die Bedeutung historischer Bildung für eine demokratische Gesellschaft und diskutieren aktuelle Fragen zu Rechtsextremismus, Antisemitismus, gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit und der Verteidigung demokratischer Werte.

Inhalte des Seminars

  • Die Rhön zwischen Weimarer Republik und Nationalsozialismus
  • Nationalsozialistische Herrschaft im regionalen Kontext
  • Verfolgung von Jüdinnen und Juden, politischen Gegner/-innen und weiteren Opfergruppen
  • Alltag, Anpassung und Widerstand in der Region
  • Arbeit mit historischen Quellen und Biografien
  • Exkursionen zu Erinnerungsorten und Gedenkstätten
  • Entwicklung der Erinnerungskultur nach 1945
  • Demokratiebildung und historische Verantwortung
  • Aktuelle Herausforderungen durch Rechtsextremismus und Antisemitismus
  • Bedeutung von Erinnerungskultur für eine offene und demokratische Gesellschaft

Lernziele

Die Teilnehmenden erwerben Kenntnisse über die Geschichte des Nationalsozialismus in der Rhön und lernen, historische Entwicklungen im regionalen Kontext zu analysieren. Sie setzen sich mit Formen des Erinnerns und Gedenkens auseinander, reflektieren die Bedeutung historischer Verantwortung für die Gegenwart und stärken ihre demokratische Handlungskompetenz im Umgang mit aktuellen gesellschaftspolitischen Herausforderungen.

Zielgruppe

Das Seminar richtet sich an alle Interessierten, die sich mit regionaler Zeitgeschichte, Erinnerungskultur und Fragen demokratischer Verantwortung auseinandersetzen möchten. Besondere Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.



16.11. - 20.11.2026

Kurs-Nr. 26-30491
 10.15 Uhr  13.30 Uhr
Bu Lf

Dieses Seminar ist beim Hessischen Sozialministerium als Bildungsurlaub beantragt worden.

Aufgrund eines stark erhöhten Aufkommens von Anträgen beim Hessischen Ministerium für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales verzögert sich die Ausstellung der Anerkennungsbescheide für Bildungsurlaube. Sobald wir den finalen Bescheid vom Ministerium erhalten haben, schicken wir Ihnen diesen für ihre Unterlagen zu. Dieses Seminar ist mit 5 Tagen als hessische Lehrerfortbildung akkreditiert worden.

Kursgebühren:*
 
485 - 585 € (inkl. Ü/VP/Einzelzimmer)
405 - 505 € (inkl. Ü/VP/Doppelzimmer)
202,50 € Jugendtarif, 283,50 € Sozialtarif

Wichtiger Hinweis:

Durch eine beantragte Förderung von Bundes- oder Landesmitteln kann dieses Seminar zu einem günstigeren Preis als üblich angeboten werden.

Die Rhön im Nationalsozialismus
Referent*in