46. Fürstenecker Rock, Pop und Jazz Werkstatt
Power-Seminar für Hobby- und Amateurmusiker*innen
Als Hauptinstrumente sind willkommen: (1) Gesang, (2) Gitarre, (3) Bass, (4) Blasinstrumente - Saxophon, Querflöte, Klarinette, Trompete, Posaune, (5) Klavier/Keyboards, (6) Schlagzeug/Percussion.
Die Teilnehmerzahl ist für jede dieser Instrumentengruppen begrenzt. Bitte geben Sie bei der Anmeldung Ihr Instrument an, bei mehreren Ihr Hauptinstrument. Auch sonstige Instrumente können auf Anfrage im Einzelfall zugelassen werden, werden jedoch instrumentenspezifisch nicht betreut.
Voraussetzungen: Sie verfügen instrumental mindestens über deutlich fortgeschrittene Grundkenntnisse und -fertigkeiten und mindestens 2-3 Jahre kontinuierliche Spielpraxis! Nach oben sind keine Grenzen gesetzt. Grundlegende Notenkenntnisse sind hilfreich. Ihre Instrumente inkl. ggf. erforderlichem Verstärker, Mikro mit Kabel und Stativ (für Gesang), usw. bringen Sie zur Anreise mit.
Die Arbeitsphasen des Kurses (P1-5):
P1: Angeleitete Bandworkshops in mehreren musikalischen Stilrichtungen
In parallelen Bands spielen wir mit Anleitung „Klassiker“ in ihrem Stil nach, um zu erfahren, wie es die „Meister“ machen.
P2: Instrumentalkurse für
- Saxophon und andere Blasinstrumente | Leitung: Anke SchimpfErarbeitung eines mehrstimmigen ArrangementsEin Workshop, dessen Inhalt sich an Ihren Wünschen orientiert. Wir studieren ein mehrstimmiges Arrangement für Bläser ein, erfahren hierbei das gemeinsame Klangerlebnis und üben synchrone Spielweise. Bei Bedarf können wir auch saxophonspezifische Ansatzfragen klären
- Funk Bass| Leitung: Till Spohr Kaum ein anderer Musikstil ist enger mit dem Begriff „Groove“ verknüpft als der Funk – und dem Bass wird dabei eine echte Hauptrolle zuteil! Grund genug, uns die wichtigsten Techniken, Rhythmen und Stilmittel des funky Basssounds anzuschauen. Vor allem geht es dabei um präzises Timing und Zusammenspiel mit den Drums, Deadnotes, Sechzehntelgrooves und Synkopen, klassische Basslinien der großen „Funkmaster“, Slaptechnik, Klangeinstellungen und Sound. Seid dabei, wenn die Burg bei der Rockwerkstatt 2027 zum „Castle of Funk“ wird!
- Gitarre – Modes | Leitung: Deniz Alatas Wir beschäftigen uns mit den Modes, auch bekannt als Kirchentonleiter. Was sind Modes, woher kommen sie, wo gehen sie hin, wofür brauche ich das auf der Gitarre überhaupt? Jede dieser Kirchentonleitern hat eine bestimmte Klangfarbe, eine bestimmte mood. Diesen Klangfarben werden wir nach und nach durch Improvisation auf ausgewählten Backingtracks auf die Schliche kommen und merken, dass manche Modes sehr hilfreich sind, um ein Solo interessanter zu gestalten.
- Piano & Keyboard | Leitung: Thomas Henkelmann Die „Zauberei“ des spannenden Klavier- und Keyboardspiels Gemeinsam nehmen wir komplette Songs unter die Lupe und entdecken, wie man dazu ein lebendiges, spannendes Piano/Keyboard-Arrangement erstellt und praktisch umsetzt. Wir schauen uns an, wie man die Hauptmelodie eines Songs in Intros, Soli oder Zwischenspielen aufgreifen und kreativ weiterspinnen kann. Außerdem erarbeiten wir stilistisch passende Fills, die musikalische Lücken füllen und dafür sorgen, dass die Spannung auch zwischen den Melodiephrasen erhalten bleibt.Damit ein Song nicht von Anfang bis Ende gleich klingt, beschäftigen wir uns mit abwechslungsreichen Begleitmustern und wirkungsvollen Variationen, die für Bewegung und Dynamik sorgen. Darüber hinaus lernen wir, wie man geschmeidige Übergänge und spannende Rampen gestaltet, die den Hörer förmlich in den nächsten Songteil hineinziehen.Natürlich darf auch der Blick in die musikalische Trickkiste nicht fehlen: Freut euch auf praktische Ideen, kleine Kniffe und sofort umsetzbare Inspirationen, mit denen ihr euer Spiel auf das nächste Level bringen könnt. Auf eure Fragen bin ich natürlich auch gespannt!Ein kleiner Hinweis: Bitte bringt Kopfhörer mit, damit ihr die vorgestellten Konzepte direkt selbst ausprobieren und in eurem eigenen Tempo experimentieren könnt.
- Schlagzeug & Percussion | Leitung: Tobias Schulte Fills & ImprovisationIm Mittelpunkt steht das musikalische Schlagzeugspiel. Wir beschäftigen uns mit dem bewussten Einsatz von Fills, stilsicheren Endings und der kreativen Improvisation.Ein besonderer Fokus liegt auf der dramaturgischen Funktion von Fills und Pickups. Wir untersuchen, wie unterschiedlich lange Fills die Energie steuern – sei es, um einen kraftvollen, energetischen Part anzukündigen oder das gesamte Bandgefüge dynamisch herunterzufahren. Ergänzend betrachten wir Pickups, um Songs präzise einzuleiten oder die Band nach ruhigen Passagen geschlossen zurückzuholen. Darüber hinaus widmen wir uns dem Songende: Wir erarbeiten gängige Standard-Endings, mit denen sich Songs auf den Punkt beenden lassen.Ein weiterer Schwerpunkt ist die freie Improvisation. Wir nehmen Situationen wie das „Trading“ oder das klassische Drumsolo in den Blick und entwickeln konkrete Ideen, wie man musikalische Phrasen aufbaut, interessante Momente kreiert und ganz neue Special-Sounds aus dem Schlagzeug herausholt. Ziel ist es, neue Ideen zu entwickeln, das Ausdrucksrepertoire zu erweitern und das eigene Spiel im Zusammenspiel bewusster und nuancierter zu gestalten.
- Gesang | Leitung: Bettina Landmeier Wir nehmen den Zusammenhang zwischen Gesangstechnik und Stimmklang genauer unter die Lupe. Dabei öffnen wir den Blick für unterschiedliche Herangehensweisen und werden feststellen, dass es nicht nur einen Weg gibt, um ans Ziel zu gelangen. Durch gezielte Übungen soll die Flexibilität gesteigert und insbesondere der Registerübergang verbessert werden.Jede Könnensstufe ist willkommen. Auf individuelle Fragen kann gerne eingegangen werden.
P3: Bigband (BB) und „Burg-Medley-Band (BMB)“
Diese Arbeitsphase beinhaltet zwei Arbeitsschwerpunkte als Wahlmöglichkeit:
- Bigband: In nicht klassischer großer Bigband-Besetzung erarbeiten wir ein vorbereitetes Arrangement und „genießen“ zusätzlich die abschließende Ton-Aufzeichnung. Leitung: Anke Schimpf, Thomas Henkelmann, Tobias Schulte, Bettina Landmeier
- Die „Burg-Medley-Band“ erarbeitet eine Zusammensetzung mehrerer Stücke, die fließend ineinander übergehen.Leitung: Deniz Alatas, Till Spohr
P4: Auf dem Weg zur persönlichen Musiksprache
Improvisieren / Solieren über Jazzstandards, Rock- und Popsongs
Die Teilnehmenden üben als Solisten mit Dozenten-Anleitung eine eigene Improvisation zu einem Stück. Es gibt die Wahlmöglichkeit zwischen Songs in unterschiedlichen musikalischen Stilrichtungen. Diese Songs erarbeiten wir in fünf parallelen Gruppen. Zum Ende der Arbeitsphase haben alle die Chance, gemeinsam mit einer Rhythmus-Begleitband ihr Stück vorzutragen.
Die Workshops:
- Improvisation mit konkreten Stücken für Bläser | Leitung: Anke Schimpf Im ersten Teil dieser Phase erlernen wir einen Standard und solieren darüber. Wir schauen auf die charakteristischen Merkmale wie Style und Rhythmen. Im zweiten Teil spielen wir das Erlernte gemeinsam mit der Live-Begleitband, die zwischenzeitlich das gleiche Stück geprobt hat.
- „Walkin‘ the changes - Walking Bass nicht nur für Bassisten!” | Leitung: Till Spohr Der Walking Bass – also die an der Akkordfolge des Stückes orientierte Bassbegleitung in Viertelnoten – bildet in vielen traditionellen Jazzstilen die harmonische und rhythmische Basis und ist das Rückgrat einer jeden Jazzformation. Die schier unendlich scheinenden Möglichkeiten stellen nicht nur Bassisten, sondern auch Spieler von Harmonieinstrumenten (Piano, Gitarre, etc…) immer wieder vor Herausforderungen. Wir wollen gemeinsam Licht ins Dunkel bringen und Wege finden, die nicht nur unsere Bandkollegen, sondern auch unser Publikum zum Swingen bringen! Gemeinsam erarbeiten wir einige typische Stücke, dir wir später gemeinsam mit der Rhythmusband zu Gehör bringen.
- Vocal-Improvisation - Gesang | Leitung: Bettina Landmeier Fit für die Session! Zu diesem Kurs sind alle eingeladen, denen folgende Fragen unter den Nägeln brennen: Was ist ein Leadsheet? Wie schreibe, transponiere und lese ich ein Leadsheet? Wie kommuniziere ich mit einer Session-Band. Wie zähle ich mein Stück an?Nachdem wir uns theoretisch mit diesen Fragen beschäftigt haben und jeder Teilnehmer sein eigenes Leadsheet erstellt hat, wird das Erlernte gemeinsam mit einer Rhythmus-Band praktisch umgesetzt.
- Melodisches Improvisieren – Gitarre | Leitung: Deniz Alatas Wie kann ich über mehrere Akkorde melodisch improvisieren? Es reicht oftmals eine Skala und das Visualisieren der Songakkorde auf dem Griffbrett, um zur richtigen Zeit einen schönen akkordeigenen Ton des aktuellen Akkords anzuspielen. Zusätzlich lernen wir, dieses motivisch weiterzuführen. Der Schwerpunkt liegt dieses Jahr auf F Dorisch und der F Moll Pentatonik.
- „Solieren mit leichtem Gepäck“ - Piano & Keyboard | Leitung: Thomas Henkelmann Auch in diesem Jahr befassen wir uns mit einfachen, aber wirkungsvollen Werkzeugen, die es ermöglichen, ein Solo zu spielen, das möglichst eng mit der DNA des Songs verwoben ist. Dazu bringe ich Songs in unterschiedlichen Stilistiken mit: Mal episch-balladesk, mal rhythmisch-funky.
- Rhythmus-Band | Leitung: Tobias Schulte Wer Lust hat, in der begleitenden Rhythmus-Band mitzuspielen, ist herzlich eingeladen. Die Band erarbeitet die Songs dieser Arbeitsphase und begleitet die Solisten, spielt also alle Stücke je nach Größe der Improvisations-Gruppen mehrfach. Es entwickelt sich ein großartiges „Zusammen-Spiel“, in dem Solisten und Band mit jeweils spezifischen Herausforderungen voneinander lernen und kreative Erfahrungen machen.
P5: Freie Bandformationen
Die Kursteilnehmenden bilden selbstständige Bands.
Alle, die Vorschläge für Musikstücke einbringen möchten, sind dazu herzlich eingeladen! Es ist hilfreich, wenn die „Anbieter“ neben einer Hörfassung auch Leadsheets, Notenmaterial usw. mitbringen. An zwei aufeinanderfolgenden Tagen können jeweils 5 parallele Bandformationen zustande kommen, insgesamt also 10. Jeder hat somit die Möglichkeit, bei zwei Songs eigener Wahl mitzuspielen. Zusätzlich bieten unsere Dozenten in dieser Phase 2 angeleitete „Partybands“ an. So besteht z.B. auch die Wahlmöglichkeit, eine „freie“ Bandformation und eine „Partyband“ oder 2 x die Partyband zu wählen.
Weitere Angebote und Events:
- Chor für alle,
- ein großartiges Konzert des Dozenten-Teams,
- abendliche Jam-Sessions
- und natürlich unser fröhlich-mitreißendes Abschlussfest.
Eine Vortagsanreise am Freitag ist möglich: 80,-€ im DZ und 100,- € im EZ, jeweils inkl. Abendessen und Frühstück. Wenn Sie bereits am Freitag anreisen möchten, teilen Sie uns dies bitte unter dem Feld "Bemerkungen" mit.
12.06. - 18.06.2027
Dieses Seminar ist mit 6 Tagen als hessische Lehrerfortbildung akkreditiert worden.
Musikpädagogin, Saxofonistin, Flötistin. Mitwirkung bei Musicals im In- und Ausland, eigene Jazzprojekte, verschiedene (Big-)Bands, CD-Produktionen.
Klassische Gesangsausbildung. Danach Studium Jazzgesang an der holländischen Hochschule für die Künste in Amsterdam/Hilversum.
Deniz ist ein gefragter Live- und Studiogitarrist und spielt unter anderem bei The Busters (Deutschlands bekannteste SKA Band), Livin Music Family (Europaweit renommierte Coverband), für die Sendung Dein Song (KIKA/ZDF) seit 2012 bei den CD-Produktionen als Studiogitarrist tätig, Durden (High-Gain-Jazz), Art Of Jazztainment, Chris Zimmer, Ease Up LTD. u.v.m. und ist bis jetzt auf über 20 Studio Alben zu hörnen.
Tobias Schulte spielt seit seinem zehnten Lebensjahr Schlagzeug und hatte zunächst Unterricht bei Jürgen Grauer und Stephan Emig. Später studierte er an der Los Angeles Music Academy. Dort hatte er Unterricht bei: Joe Porcaro (Toto, Natalie Cole, Madonna, Frank Sinatra, Diana Krall), Tony Inzalaco (Oscar Peterson, Clar Terry, Buddy Rich, Jim Hall, Ben Webster), Ralph Humphrey (Frank Zappa, Wayne Shorter), ...
Thomas Höhl ist Komponist für Filme und Videospiele. Für seine Musik für das Videospiel„Minute of Islands“ hat er 2021 den renommierten Deutschen Entwicklerpreis erhalten.
Neben seiner Tätigkeit als Komponist, spielt Höhl deutschlandweit live als Pianist & Keyboarder im Pop/Soul/Jazz-Bereich (z.B. mit Sängerin Katja Friedenberg und Singer-Songwriter Gregor Meyle).
Till Spohr begann im Alter von neun Jahren Gitarre zu spielen und erweiterte sein Instrumentarium in den folgenden Jahren um E-Bass, Kontrabass und Schlagzeug. Nachdem Till schon zu Schulzeiten regelmäßig in den unterschiedlichsten Genres unterwegs war (von Rock über Heavy Metal und Punkrock zu Jazz, Blues, Klassik und Weltmusik) begann er sein Studium in den Fächern Kontrabass und Gitarre an der Musikakademie der Stadt Kassel.
