Nachhaltige Entwicklung geht uns alle an. Wie wollen wir in Zukunft leben, lernen und arbeiten? Was und wie viel können wir als Einzelne und als Organisation leisten? Um damit verantwortungsvoll einer Zukunft beizutragen, in der wir uns bewusst gemacht haben, wie existenziell eine kooperative und zugewandte Haltung gegenüber unserer Umwelt ist. Die politischen Grundlagen für dieses moderne Entwicklungsideal wurden 2015 von den Vereinten Nationen in den 17 globalen Nachhaltigkeitszielen konkretisiert und bieten eine Orientierung bei der Entwicklung nachhaltiger Entwicklungsstrategien.
Auf Burg Fürsteneck sind in den vergangenen Jahren viele Ideen entstanden. Manche kamen aus der Küche, andere aus der Hauswirtschaft, der Verwaltung, der Hausmeisterei oder aus unseren Bildungsangeboten. Jede für sich war ein kleiner Schritt. Und manchmal würde man am liebsten alle sofort umsetzen. Wir wissen aber auch, dass Veränderung Zeit und Geduld benötigt, wenn sie im doppelten Sinne nachhaltig sein soll. Denn neben individuellen Gewohnheiten müssen auch strukturelle Prozesse berücksichtigt werden. Und dass Nachhaltigkeitsthemen Stoff für Aushandlungsprozesse sind, beobachten wir sowohl in der (Bundes-)Politik als auch in alltäglichen Situationen.
Auf der Burg zeichnete sich deutlich der Wunsch ab, verantwortungsvoll mit unserer Umwelt und unseren Ressourcen umzugehen. Das verlangte nach genauem Hinschauen und einem strukturierten Handlungskonzept. Im Zuge dessen wurde die Akademie im Rahmen des SIN-Prozesses (Strategie- und Innovationsberatung Nachhaltigkeit) von den Beratenden Mirko Hohmann und Anna Mareike Holtz begleitet und unterstützt. Bereits 2024 fanden von Januar bis November insgesamt sechs Workshop-Tage statt. Gemeinsam wurde in den Blick genommen, welche nachhaltigen Maßnahmen bereits existieren, welche Potenziale noch ungenutzt sind und wie Nachhaltigkeit langfristig in der Akademie verankert werden kann.
Dabei wurde sichtbar: Die Burg bringt bereits viele gute Voraussetzungen mit. Nachhaltige Beschaffungsbemühungen, die Zusammenarbeit mit regionalen Betrieben, ein solidarisches Preismodell für Bildungsangebote und nicht zuletzt Hessens größte bio-zertifizierte Streuobstwiese waren schon vor Beginn des Prozesses Teil des Burgalltags.
Aus den Workshops entstanden konkrete Handlungsfelder, Ziele und ein umfangreicher Maßnahmenplan. Zum Abschluss des Prozesses umfasste dieser bereits mehr als 70 priorisierte Handlungsansätze für die kommenden Jahre. Beispiele aus dem Maßnahmenkatalog sind der Ausbau der Mitfahrgelegenheit, die Erfassung des Energieverbrauchs, ein möglichst barrierefreier Neubau, die Umstellung der Evaluationsbögen von Papier auf digitale Formate, die Erschließung der Streuobstwiese als Kultur- und Bildungsort für die Öffentlichkeit uvm.
Damit wir von diesem Weg erzählen können, hat unsere Nachhaltigkeitsarbeit jetzt einen festen Platz auf unserer Website bekommen. Hier möchten wir zeigen, was auf der Burg wächst und sich verändert. In einem eigenen News-Feed berichten wir über Projekte, neue Ideen, Fortschritte und alles, was uns auf unserem Weg zu einem Plus an Nachhaltigkeit begegnet.
Wir laden Sie herzlich ein, uns dabei zu begleiten. Vielleicht entdecken Sie dabei die eine oder andere Idee, die auch bei Ihnen Wurzeln schlägt.



